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LGBT-Aktivisten in Myanmar schließen sich Protesten gegen die Militärregierung an

Myanmar

LGBT-Menschen in Myanmar waren lange der Diskriminierung in ihrem Land ausgesetzt. Dies könnte sich jedoch aufgrund des Militärputsches, welcher das Land erschütterte und die demokratisch gewählte Regierung des Landes stürzte. 

Wie viele andere ehemalige Kolonien des britischen Empires sieht auch die Rechtssprechung in dem südostasiatischen Land harsche Strafen gegen queere Menschen vor.

So kann Homosexualität mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden. Dennoch fand im Jahr 2018 der erste Pride-Marsch in dem konservativen Myanmar statt. 

Berichten der britischen Tageszeitung „The Guardian“ zufolge gehen immer mehr LGBT-Menschen auf die Straße, um mit ihren Landsleuten gegen die Machtergreifung des Militärs zu protestieren. Während eines Protestmarsches in Yangon, der größten Stadt des Landes, wurden Drag Queens von ihren Mitdemonstranten mit Applaus in ihren Reihen aufgenommen.

Dies könnte auch vorsichtig als Beginn eines Wertewandels in der Bevölkerung gewertet werden. Eine Drag Queen, die unter ihrem Bühnennamen Walkie Talkie auftritt, schilderte dem Guardian von ihren Erfahrungen während des Aufmarsches „Die Leute erzählen mir, dass wir die gleichen Rechte verdient hätten, die sie bereits haben. Sie sind stolz auf uns.

LGBT’s aus dem ganzen Land protestieren in High Heels und schwenken die Regenbogenfahne.“

Gleichzeitig seien die Protestierenden sich aber auch der Gefahr bewusst, in die sie sich mit ihrem Widerstand begeben: „Wir alle wissen, wem wir hiermit gegenübertreten. Jedoch ist queere Präsenz bei dem Aufmarsch wichtig, um in der Gesellschaft besser wahrgenommen zu werden“.

Erst im Jahre 2011 endete in Myanmar eine bis dahin 50 Jahre bestehende Militärherrschaft. Diese wurde durch eine demokratisch gewählte Regierung ersetzt.


Written by Thamer Andreas

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