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Ex-US-Präsident Jimmy Carter: Homo-Ehe? Kein Problem

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat sich in einem Interview zu seinem neuen Buch über seine Ansichten zur Homo-Ehe geäußert.

In „NIV Lessons from Life Bible: Personal Reflections with Jimmy Carter“ schildert der heute 87-jährige seine Ansichten zum Christentum und bezieht darüber hinaus auch Stellung zur in den USA kontrovers diskutierten Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare – ein Thema, welches in der letzten Zeit vor allem durch den Politiker Rick Santorum im Zuge der Vorwahlen zur republikanischen Präsidentschaftskandidatur verstärkt ins Licht der Öffentlichkeit geraten ist. Die Äußerungen des von 1977 bis 1981 amtierenden Präsidenten aus dem demokratischen Lager werden in dem Interview der „Huffington Post“ wie folgt zitiert:

„Viele Menschen verweisen auf die Bibel, wenn sie begründen wollen, warum Schwule und Lesben nichts in einer Kirche zu suchen hätten – oder ihre Lebensweise gar nicht erst akzeptiert werden sollte. In der antiken Welt war Homosexualität jedoch alles andere als unbekannt, und das bereits lange vor Christi Geburt und von Jesus selbst ist nicht ein Wort zu diesem Thema überliefert worden. In all seinen Lehren lässt sich nirgendwo auch nur ein Hinweis darauf finden, dass Homosexualität zu verurteilen sei. Ich halte es persönlich für eine wunderbare Sache, wenn Schwule und Lesben eine staatlich anerkannte Lebenspartnerschaft eingehen.

Vielleicht lege ich nur willkürlich eine Grenze fest, wenn ich sage, dass Kirchen nicht per Gesetz dazu gezwungen werden können, Menschen zu verheiraten. Ich selbst bin Mitglied einer Baptistengemeinde und finde, dass jede Kirchengemeinschaft autonom bleiben solle und allein über ihre Vorgehensweise bei allen möglichen Dingen entscheiden solle. Wenn eine Gemeinde keine Unterschiede zwischen ihren homo- und heterosexuellen Mitgliedern macht, wie es bei meiner Kirche der Fall ist, dann ist das gut so. Sollte sich eine Gemeinde jedoch anders entschließen, sollte man ihr jedoch nicht versuchen, ihr per Gesetz eine andere Meinung aufzuzwingen.“

Bildquelle: flickr CC Utenriksdept

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