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Affenpocken sind immer noch gefährlich

Schütze dich jetzt mit einer Impfung gegen Mpox

Für das weltweite Mpox (=Affenpocken)-Geschehen seit Mai 2022 ist das Mpox-Virus der Klade IIbverantwortlich. Im Herbst 2023 wurde im Kongo erstmals die Übertragung der vermutlich besonders krankmachenden Klade I im Rahmen sexueller Aktivitäten beschrieben. Betroffen sind vor allem „Sexarbeiterinnen“ und Männer, die Sex mit anderen Männern haben. Sollte die Virusvariante Klade I durch Reisende in alle Welt verschleppt werden, schließt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen erneuten globalen Mpox-Ausbruch nicht aus. Insbesondere wegen zahlreicher Veranstaltungen in der Pride-Saison und der Urlaubszeit sind Schutzmaßnahmen zu empfehlen.

Wie kannst du dich anstecken und welche Symptome sind typisch?

Anstecken kannst du dich durch engen Körperkontakt einschließlich Sex oder Kontakt mit infiziertem Material. Wenige Tage danach können Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, starke körperliche Schwäche, schmerzhafte Pusteln oder Wunden, z.B. im Gesicht, an den Gliedmaßen, im Genital- und Analbereich auftreten.

„Das Schlimmste an der Erkrankung sind die Schmerzen, und im Nachhinein die Narben – vor allem die riesige Narbe auf meiner Nase, mitten im Gesicht. Die starken Vernarbungen im Genitalbereich belasten mich ebenfalls sehr. Sie müssen korrigiert werden und machen ein Sexleben derzeit unmöglich,“ so ein Mpox-Patient von Dr. Christoph Boesecke, Infektiologe und Oberarzt der Medizinischen Klinik I vom Universitätsklinikum Bonn. 

Affenpocken – Monkeypox virus

Der 40-jährige Mann wurde zunächst bei seinem Hausarzt mit einem roten Fleck auf der Nasenspitze vorstellig, den der Mediziner als Sonnenbrand einstufte. Innerhalb von drei Tagen entwickelte sich im Nasenbereich eine Nekrose. Das Gewebe wurde schwarz, krustig und schmerzhaft. Parallel dazu traten typische Läsionen am ganzen Körper auf. „Die Immunzellen des Patienten waren mit 127/uL deutlich erniedrigt. Das erklärt, warum der Patient einen sehr schweren Krankheitsverlauf hatte. Wenn der Immunstatus schlecht ist, ist das Risiko für einen überall auftretenden Befall sehr hoch“, so Boesecke. 

Wie kannst du dich schützen?

Frage deinen Arzt / deine Ärztin nach der vorbeugenden Impfung. Auch nach dem Kontakt mit Infizierten kann eine rasche Impfung dein Erkrankungsrisiko verringern und einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die Kosten, wenn du zum Personenkreis gehörst, für den die Impfung empfohlen wird. Dazu zählen Männer ab 18 Jahre, die Sex mit Männern haben und dabei häufig die Partner wechseln sowie symptomfreie Erwachsene, die enge körperliche Kontakte mit Erkrankten hatten.

„Mpox werden bleiben und in unserem Behandlungsalltag als weitere sexuell übertragbare Erkrankung eine Rolle spielen. Auch für Mpox gilt wie so oft: Impfen – insbesondere rasches Impfen – hilft.,“ sagt Boesecke. 

Informiere dich hier: https://mein-impfschutz.de/mpox

Quelle: Bavarian Nordic, Redaktionsgespräch „Mpox: Gekommen, um zu bleiben?“, 18. Juni 2024

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