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Ex-Papst Benedikt spricht über Schwulen-Seilschaft im Vatikan

Morgen erscheint ein neues Interviewbuch mit dem ehemaligen Papst Benedikt XVI. Einige Zitate aus dem Buch hat die „Süddeutsche Zeitung“ bereits veröffentlicht. Der deutsche Journalist Peter Seewald führte das Gespräch mit Benedikt. Unter dem Titel „Benedikt XVI. Letzte Gespräche“ ist eine Mischung aus Verteidigungsschrift, Autobiographie und Testament entstanden.

Joseph Ratzinger spricht über seinen Rücktritt als Papst, eine ganze Reihe Anekdoten aus seinem Leben, aber auch über Probleme während seiner Papstzeit. So äußert er sich auch zu den oft beschriebenen Schwulen-Seilschaften im Vatikan:

„Ich wollte natürlich mehr tun, als ich konnte.“ Immerhin habe er Hunderte pädophile Priester entlassen und eine Schwulen-Seilschaft im Vatikan zerschlagen. „Ob sich wieder was bildet, weiß ich nicht.“

Laut der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“, hatte der frühere Papst sich schon vor einigen Monaten zur „Gay Lobby“ geäußert. Ratzinger bezeichnet demnach die „Schwulen-Seilschaft“ als eine „Gruppe von vier bis fünf hochgestellten Persönlichkeiten“, die versuchen würden, Einfluss auf wichtige Entscheidungen innerhalb der Kirche zu nehmen. Eine direkte Bestätigung über eine solche Existenz hatte es bisher nicht von offizieller Seite des Vatikans gegeben.

Bild: CC0.

Written by Marco Steinert

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