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Twitter boykottiert ab sofort Blutspende, weil schwule Mitarbeiter abgelehnt wurden

Schwulen ist das Bereitstellen einer Blutspende verboten, weil sie angeblich ein höheres Risiko hätten, mit HI-Viren infiziert zu sein. Diese Diskriminierung auf Basis der sexuellen Orientierung ist nicht nur vielen Deutschen mittlerweile zuwider. In den USA, wo die verstaubte Regelung bis heute Geltung hat, regt sich ebenfalls Kritik dagegen. Bei dem US-Unternehmen Twitter soll es jetzt zu einem unangenehmen Vorfall gekommen sein.

Kein schwules Blut für Amerikaner! Diese Regelung hat seit 1977 in den USA Gültigkeit und schließt seitdem Männer, die Sex mit Männern haben, von der Blutspende aus. Twitter hatte seine Firmenräume bisher für öffentliche Blutspendeaktionen zur Verfügung gestellt – offensichtlich in Unkenntnis darüber, dass es so etwas wie einen „Gay Blood Ban“ in Amerika überhaupt gibt.

Twitter boykottiert Blutspende, um Abschaffung des „Gay Blood Ban“ zu erreichen

Nachdem nun mehrere schwule (und bisexuelle) Mitarbeiter des Unternehmens  ausgerechnet im Headquarter des Unternehmens in San Francisco durch das Personal der FDA (Food and Drug Administration, der amerikanischen Gesundheitsbehörde) von einer Blutspende ausgeschlossen wurden, hat sich Twitter entschieden, nicht länger als Gastgeber solcher Aktionen in Erscheinung zu treten. Das will das Unternehmen so lange durchhalten, bis es Schwulen in den USA erlaubt wird, ihr Blut wie alle anderen Bürger zu spenden.

„Wir werden ab jetzt stattdessen in entsprechende Aufklärungsarbeit investieren“, äußerte sich Brian Schipper, der bei Twitter zuständig für die Abteilung Human Resources ist, gegenüber dem Magazin International Business Times. Er bezeichnete die Regelung der FDA als Diskriminierung, die tatsächliches Riskioverhalten völlig ausblende.

TwitterOpen: Das Diversity Programm des Unternehmens

Mit TwitterOpen engagiert sich Twitter für seine homo- und transexuellen Mitarbeiter. Aktiv ist Twitter dabei, wie könnte es anders sein, vor allem auf einem entsprechenden Twitter-Channel: „Unser Ziel ist es, alle LGBTQA-Menschen unseres Unternehmens zu verbinden“, heißt es auf der Seite. Für seinen Einsatz Pro-Vielfalt wurde Twitter von der Human Rights Campaign jetzt sogar als besonders LGBT-freundliches Unternehmen ausgezeichnet.

 

 

Written by Franziska Werner

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