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Berliner CSD kritisiert SPD und CDU

Über das Berliner Boulevardblatt B.Z. haben Abgeordnete von SPD und CDU im Berliner Abgeordnetenhaus ihren Willen ausgedrückt, dass sie eine Art „Regierungs-CSD“ installieren wollen. Kritik kommt dafür heute vom Berliner CSD e. V..

SPD und CDU haben bekräftigt, dass der CSD ein neues Konzept brauche, in dessen Kern eine Politisierung grundsätzlich zu unterbleiben habe: „Der CSD lebt seit Jahren davon, dass er bunt und wild ist. Dabei soll es auch bleiben“, so der CDU-Abgeordnete Stefan Evers (Foto) in der B.Z.. Hintergrund dieser Initiative dürfte die Diskussion im Vorfeld des CSD 2013 gewesen sein, als eine Teilnahme der CDU an der Parade von den Veranstaltern untersagt wurde. Dr. Sissy Kraus, Mitglied des Vorstandes des Berliner CSD e. V., hat via Pressemitteilung reagiert: „Es ist schon erstaunlich, dass die beiden großen Regierungsparteien SPD und CDU dem kleinen Berliner CSD e. V. über die B.Z. ausrichten lassen, dass sie den CSD jetzt lieber selber machen wollen, damit er nicht, wie vom Verein geplant, politischer werde. Geht´s noch?“ Robert Kastl, Geschäftsführer des Berliner CSD wiederum meint: „Mit dieser Posse beschädigen Berliner Politiker einmal mehr ohne Rücksicht auf Verluste das Ansehen unserer Stadt. (…) Der Berliner CSD e. V. setzt seine Arbeit jedenfalls davon unbeirrt fort.“

Foto: © www.christianthiel.net

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

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