© Kevin Wong /CC-BY-SA 2.0 (via Flickr Commons)
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Anti-Schwulen-Aktivist John Smid heiratet seinen Partner

Der Amerikaner John Smid hat seinen Freund geheiratet. An sich wäre diese Meldung nichts ungewöhnliches, aber John Smid war bis vor wenigen Jahren noch ein aktiver Anti-Schwulen-Aktivist.

Im US-Bundesstaat Oklahoma ist es, wie in vielen anderen Bundesstaaten der USA, möglich seinen gleichgeschlechtlichen Partner zu heiraten. Dies tat nun vor wenigen Tagen auch der frühere Anti-Homosexuellen-Aktivist John Smid und sorgte mit der Eheschließung für hohe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Noch vor einigen Jahren predigte Smid als radikaler Christ, dass Homosexualität eine Krankheit sei und durch mehrwöchige Aufenthalte in Bootcamps bereits im Kindesalter behandelt und geheilt werden könne. Der Slogan der Organisation lautet: „Frei sein von Homosexualität durch Jesus Christus“. Nach der „Behandlung“ würden die Teilnehmer sich nie wieder vom gleichen Geschlecht angezogen fühlen.

Die Wandlung des John Smid

© via facebook
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Bei ihm selbst half diese Methode wohl nicht. Zuerst verließ er die „Love in Action“ Organisation, etwas später trennte er sich von seiner Frau und bekannte sich zu einer Homosexualität. Gleichzeitig entschuldigte er sich auch bei den vielen Opfern der Kampagne. Nun gab er über Twitter die Hochzeit mit seinem Freund Larry McQueen bekannt. Die Beiden sind seit einem Jahr ein Paar.

Heute hält er die Methoden von „Love in Action“ für großen Unfug: „Die Leute können keine Buße tun, denn sie sind homosexuell – oder eben nicht. Das ist ein wesentlicher Teil ihres Seins – und auch meines Seins.“

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