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Trauungen für Lesben und Schwule? Nicht in der Landeskirche Württemberg

Es geht um schwullesbische Trauungen in der Kirche. Die 15. Württembergische Evangelische Landessynode in Stuttgart hatte bereits gestern den Antrag der „OFFENEN KIRCHE – Evangelische Vereinigung in Württemberg“ zur Öffnung der Traugottesdienste für Lesben und Schwule mehrheitlich abgelehnt. Auch der Kompromiss-Antrag des Oberkirchenrates der Segnungen vorsah, scheiterte heute an der Zweidrittelmehrheit.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg ist enttäuscht darüber, dass die Württembergische Landeskirche während der Synode nicht ihre Chance genutzt hat, um deutlich zu machen, dass sich Religion und Akzeptanz von Lesben und Schwulen nicht ausschließen müssen.

Religion und Akzeptanz schließen sich nicht aus

„Das Votum zeigt, dass die evangelikalen Kräfte in der Landeskirche Württemberg immer noch die Oberhand haben und sich auch weiter einem modernen Protestantismus verweigern. Gelebte Homosexualität gilt in vielen Gemeinden nach wie vor als Sünde“, kommentiert Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg das Ergebnis der Abstimmung.

Antrag zu Trauungen abgelehnt

Mit dem abgelehnten Antrag fällt die Landeskirche auch deutschlandweit zurück. Während die kirchliche Trauung von Schwulen und Lesben, bereits heute im Rheinland, in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und in Baden möglich ist, verwehrt die Synode gleichgeschlechtlichen Paaren weiter Anerkennung und Wertschätzung ihrer Partnerschaften.

„Es ist zu hoffen, dass die fortschrittlich denkenden Mitglieder der Landeskirche Württemberg und die OFFENE KIRCHE – Evangelische Vereinigung in Württemberg weiter für die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in der Landeskirche kämpfen werden“, betont Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand.

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