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Tourist in Agadir nach schwulem Sex im Gefängnis

In Agadir in Marokko sitzt zur Zeit ein schwuler Tourist aus Kanada und ein 25-jähriger Hotelangestellter nach lokalen Zeitungsberichten im Gefängnis. Vorwurf an die beiden: Schwuler Sex und Vergewaltigung.

Die örtliche Staatsanwaltschaft in Agadir erhob Anklagen gegen den 35-jährigen Urlauber und einen Security-Mitarbeiter einer Ferienanlage. Hintergrund war die Beschuldigung des Angestellten, von dem Touristen vergewaltigt worden zu sein.
Der Kanadier konnte jedoch anhand einiger Filmaufnahmen mit seinem iPad, glaubhaft machen, der Sex zwischen beiden war einvernehmlich.

Die Aufnahmen entstanden mit Wissen des Angestellten. Dieser fürchtete, das Material könnte im Internet landen und entschloss sich so zur Anzeige einer Vergewaltigung.

Die Anklage erfolgte nun gegen Beide. Eine eventuelle Strafe hierfür liegt zwischen sechs Monaten und drei Jahren Haft sowie einer Strafe zwischen 120 und 12.000 Dirham – umgerechnet zwischen 15 und 1.500 Euro. Dem Mitarbeiter aus Agadir droht aber noch eine weitere Strafe aufgrund seiner Falschaussage.
Wirkliche Verurteilungen wegen homosexueller Aktivitäten sind in Marokko äußerst selten. Die Regierung versucht jedoch in letzter Zeit einen aufkommenden schwulen Sex-Tourismus durch eine härtere Vorgehensweise entgegenzuwirken.

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