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Schweden hat nun ein Altenheim für Homosexuelle

In der schwedischen Hauptstadt Stockholm gibt es nun ein Altenheim für Homosexuelle mit dem Namen „Regenbogen“. Eine Bürgerinitiative hatte lange dafür gekämpft.

Den Anfang vor vier Jahren machte eine Umfrage. Menschen aus der LGBT-Szene wollten wissen, ob überhaupt eine Nachfrage nach einem solchen Haus besteht. Das Ergebnis war überwältigend. Sehr viele Homo-, Bi- und Transsexuelle meldeten sich und bekannten, dass sie Angst davor hätten, im Alter alleine zu sein. Sie sehnen sich nach einer gemeinschaftlichen Wohnform, und das Regenbogenhaus, das nun im Stockholmer Stadtteil Gärdet seine Pforten eröffnet hat, soll und wird wohl hier Abhilfe schaffen. Inzwischen sind 40 Menschen in 27 Wohnungen eingezogen, 150 stünden noch auf einer Warteliste, so die stadteigene Wohnungsbaugenossenschaft „Micasa“, die davon spricht, in Stockholm gebe es nun „das erste Seniorenheim dieser Art in Europa.“ Das allerdings stimmt nicht. Im Sommer 2012 eröffnete in Berlin der „Lebensort Vielfalt“ (queerpride.de berichtete, siehe unser Foto), ein gemeinschaftliches Wohnprojekt vor allem für homosexuelle Senioren.

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

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