in

Alice Nkom erhält Menschenrechtspreis

Heute erhält in Berlin die Kameruner Menschenrechtlerin Alice Nkom den Menschenrechtspreis von Amnesty Internationale (AI). Die 69-jährige wird damit für ihren Einsatz für Homosexuelle in ihrer Heimat ausgezeichnet. In der AI-Begründung heißt es, Frau Nkom erhalte den Preis insbesondere „für ihren Kampf gegen die Apartheid für Homosexuelle.“ Frau Nkom warnt seit längerem schon vor zunehmender Gewalt gegen sexuelle Minderheiten und kritisiert dabei Kameruns Regierung scharf. Auch sie selbst werde immer wieder bedroht, berichtet sie in verschiedenen Interviews, dies entweder via SMS oder einfach auf der Straße, wo Menschen ihr zurufen, sie solle ihr Engagegement „für Tiere und Abschaum beenden.“ Etliche würden ihr auch mit der Ermordung drohen, so Frau Nkom weiter. Sie war die erste schwarze Frau, die in Kamerun als Anwältin zugelassen worden ist. 2003 gründete sie die Menschenrechtsorganisation ADEFHO, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, sexuelle Minderheiten zu schützen (queerpride.de berichtete).

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

Le1f ruft im neuen Album das „Schwuchtel-Jahrhundert“ aus

DSDS 2014: Christopher Schnell ist nicht schwul