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“Sollen sie uns doch sehen” – Ausstellung bei Berlin

Zum heutigen Tag gegen Homophobie und Transphobie gibt es nicht nur verschiedene Aktionen in den Hotspots der queeren Community. Auch in kleineren Gemeinden wie im brandenburgischen Rüdersdorf in der Nähe von Berlin eröffnet dazu heute eine Ausstellung.

Karolina Breguła stellt verschiedene Fotografien lesbischer und schwuler Paare aus Polen vor. Dort wurden die Bilder schon ausgestellt und führten zu großformatigen Provokationen. Karolina Breguła setzt sich bereits seit längerem in ihrer Arbeit mit dem Thema Toleranz auseinander. So auch während ihres Fotografiestudiums in Schweden. Dort entstand die Idee zur Bilderserie „Sollen sie uns doch sehen“, ein trotzig selbstbewusstes Statement von schwulen und lesbischen Paaren, die sich nicht länger verstecken wollen.

Initiiert durch die polnische Organisation „Kampania Przeciw Homofobii („Kampagne gegen Homophobie“) wurden im März 2003 dreißig Bilder der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Plakate wurden zerstört oder mit Beschimpfungen besprüht, die Presse berichtete negativ, es gab anonyme Aufrufe, die Abgelichteten zu vertreiben und zu schlagen.

Auf Einladung des Vereines Katte e.V und der Gewerkschaft Ver.di Berlin – Brandenburg stellte Karolina Breguła ihre Kampagne im Herbst 2005 auch in Berlin aus. Mehrere Orte in Brandenburg folgten. Mit der Einladung und der damit verbundenen Ausstellung wollen die deutschen Gastgeber auf die Lebenssituation von Lesben und Schwulen im EU-Nachbarland Polen aufmerksam machen, Kontakte knüpfen helfen sowie lesbische und schwule Organisationen in Polen solidarisch unterstützen.

Am Ausstellungstag findet im Rüdersdorfer Rathaus ab 17:15 Uhr eine öffentliche Gesprächsrunde mit Abgeordneten des Landtages und Interessierten zur Situation der schwulen und lesbischen Gemeinschaft in Brandenburg statt. Zuvor ab 16 Uhr wird die Regenbogenflagge symbolisch vor dem Rathaus gehisst.

Bild: Alexander Lehmann.

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