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Jenny Renner wird LGBT-Vertreterin im ZDF-Fernsehrat

Jenny Renner wird neues Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Sie wird die erste offizielle Vertretung der LGBT-Community. Das Thüringer Parlament entschied sich heute für die Beauftragung, eine Vertretung des LSVD Thüringen in den ZDF-Fernsehrat zu entsenden.

Mit der Neuordnung des ZDF-Fernsehrates wurde neben anderen gesellschaftlichen Organisationen erstmals auch ein Platz für einen LGBT-Vertreter möglich. Durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2014 wurde eine Neuordnung mit weniger politischen Parteien erzwungen. Eine LGBT-Vertretung ergab sich allerdings erst, nachdem Thüringen einen eigenen Platz dafür freistellte. Beworben hatten sich der LSVD und Lambda Thüringen.

Wer ist Jenny Renner

Jenny Renner stammt aus Thüringen, lebt und arbeitet in Erfurt, Verwaltungsangestellte beim DGB. Sie sitzt im LSVD-Vorstand von Thüringen seit 2008 und auch im Vorstand des Erfurter CSD. Gegenüber queerpride äußerte sich Jenny zu ihrer Nominierung: „Ich freue mich sehr, dass die Thüringer Landesregierung eine*n Vertreter*in aus dem Bereich LSBTTIQ für den Fernsehrat nominiert hat. Gerne nehme ich sämtliche Kritik und Anregungen aus dem Bereich LSBTTIQ mit in dieses Gremium, damit die Darstellung der gesellschaftlichen Realität mit angemessenen medialen Mitteln in Zukunft besser erfolgt.“

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik werden Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTI) im ZDF-Fernsehrat Sitz und Stimme bekommen. Die Entsendung hat Vorbildfunktion für die Gremien aller öffentlich-rechtlichen Medien, die noch keine angemessene Vertretung von LSBTI haben.

Bild: © sorridi.kat/Kathrin Vitzthum.

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