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16 mal queeres Leben in Deutschland

Im Mai diesen Jahres machten sich vier Reporter in einem Caravan auf die Reise queer durch Deutschland. Dabei haben sie 16 Menschen jeweils einen Tag lang begleitet und ihren Alltag auf Video festgehalten. 16 Personen, aus jedem Bundesland eine, gewähren Einblicke in ihr ganz privates Leben. Sie alle sind schwul, lesbisch, bi, trans* oder einfach nur queer. Sie haben Migrationshintergrund, sind gläubig, im Militär, im Sportverein oder haben Kinder. Ein jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte zu erzählen.

Veröffentlicht wurde die Videos zu dem Projekt am internationalen Coming-out-Tag, vergangenen Samstag dem 11. Oktober, auf YouTube. Wie lebt es als sich Trans*-Frau in Westfalen? Wie findet man Anschluss zu anderen Schwulen, wenn man selbst gehörlos ist? Wie wird man als lesbisches Pärchen auf einem niedersächsischen Campingplatz behandelt? Antworten auf diese Fragen zeigen die Videoportraits.

Jugendlichen Mut machen

„Wir wollen mit diesen Portraits Jugendlichen und jungen Erwachsenen Mut machen – für ein Coming-out, aber auch um sich selbst zu akzeptieren“, erzählt Falk Steinborn vom Reporterteam. Dies ist besonders wichtig, weil Schwul-, Lesbisch-, Bi- und Trans*-Sein noch immer nicht so selbstverständlich ist wie Heterosexualität. „Andernfalls bräuchte es kein Coming-out mehr.“ Da dies aber leider noch eine Zukunftsvision ist, sollen die Videos Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigen, dass es ganz normal ist, queer zu sein. Deshalb hat das Reporterteam junge Erwachsene ausgewählt, die heute wunderbar mit ihrer sexuellen Identität klarkommen – wenngleich die verschiedenen Geschichten auch von späten und problematischen Coming-outs berichten. „Aber das ist nur der Beweis, dass nach so mancher Herausforderung alles besser wird. Das macht Mut.“

Hier könnt ihr euch die 16 Filme anschauen: 16 mal queeres Leben in Deutschland

Internationaler Coming-out-Tag

Der Coming-out-Tag (Coming Out Day) kommt ursprünglich aus den USA. Dort haben am 11. Oktober 1988 tausende ihre Namen in Zeitungen veröffentlichen lassen und sich damit geoutet. Seitdem wird dieser Tag international in jedem Jahr am 11. Oktober von der queeren Community begangen, um für ein Coming-Out zu sensibilisieren.

Written by Maik Friedrich

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