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queerpride.de im Interview: „Mama Mia“ Sunnyboy Steven packt aus

Der leider frühzeitig ausgeschiedene Bewerber Steven, beantwortete queerpride.de einige Fragen zu seiner persönlichen Sicht auf die Sendung „Mama Mia“.


queerpride.de: Hallo Steven, schön, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu beantworten.

Steven: Ja, sehr gern!

Was hat dich dazu gebracht, dich bei „Mama Mia“ zu bewerben?
Den Aufruf fand ich auf einer Internetseite innerhalb der Gay-Community da stand: „Lust vor der Kamera zu stehen in einem beliebten Urlaubsland und dazu einen hübschen, jungen Mann kennen zu lernen und zu daten?“ Da dachte ich doch, klar, das hört sich interessant an. Urlaub konnte ich wirklich gebrauchen und Single bin ich schon seit ??? Mhhh, eigentlich war ich noch nie richtig vergeben. Wahrscheinlich war ich einfach noch zu verspielt und wild.

Gab es denn unter den Jungs einen Konkurrenzkampf? Wurde mit unfairen Mitteln gespielt, rumgezickt?

Konkurrenzkampf gab es nicht, ganz im Gegenteil. Beispielsweise ich und Basti haben uns bestens verstanden. Er ist mir echt ans Herz gewachsen, der kleine Riese. Dann gab es noch Leute in der Gruppe, die einfach nur kamerageil waren. Dies hat irgendwann nur noch genervt. Aber gut, jedem das Seine. Ich bin da gewesen, um das Herz von Lukas zu gewinnen, andere halt, um vor der Kamera zu stehen.

Was lief denn wirklich zwischen Simon und Sebastian? Was hast du mitbekommen?

Simon und Sebastian haben sich schon auf dem Hinflug sehr gut verstanden, haben ein wenig geturtelt und sind Kopf an Kopf eingeschlafen. Egal wo Simon war, beim Essen, Sport, Party oder sogar im Bus, Sebastian konnte nicht weit weg sein. Sie waren immer eins.

Was ging dir durch den Kopf, als Birgit Justin zurück in die Gruppe holte und ihr plötzlich wieder zu dritt um Lukas kämpfen musstet?

Anfangs in London waren Birgit, Basti, Lukas und ich wie eine kleine Familie. Diese Idylle wurde durch Justin zerstört und ich war sauer. Ich bin aber ganz froh, dass RTL nur einen O-Ton gezeigt hat, denn da gab es noch ganz andere Sprüche als „Buschkänguru“. Aber dies war dann doch etwas zu gemein von mir. Gerade als ich Gefühle entwickelte, kam noch mal jemand zurück, das schockte mich, und ich war enttäuscht.

Wie hat sich dein Alltag nach der Sendung verändert?

Schon einen Tag nach der ersten Show wurde ich im Einkaufscenter von sechs Mädchen erkannt, sie sind mir gefolgt und wollten gern ein Foto von mir haben. Das fand ich toll und cool, und es berührte mich auch. Die Mädels fanden es schade, dass die ganzen hübschen Jungs von „Mama Mia“ schwul sind.

Hast du weitere Pläne oder gar Angebote für TV-Sendungen? Können wir dich bald wiedersehen?

Vor der Kamera stehen, fand ich schon sehr interessant, und ich würde dies gern öfter machen. Die Leute fanden es sehr lustig, soweit ich dies über meine Facebook Seite mitbekomme. Gern würde ich in eine Show, in der ich die Leute noch mehr animieren und unterhalten kann wie zum Beispiel „Big Brother“ oder der Hammer wäre das „Dschungelcamp“. Dabei reizen mich die Prüfungen und dass ich die Leute mit meinen Sprüchen und Witzen zum Lachen bringen kann, vielmehr als das Geld.

Hast du inzwischen jemanden kennen oder gar lieben gelernt?

Ich bin immer noch Single, aber hoffe, dass ich bald etwas mehr Glück haben werde. Lassen wir uns überraschen, was Amor noch für mich übrig hat.
Mein Fazit ist: Es war das erste und letzte Mal, dass ich einem Jungen hinterher laufe. In Zukunft können sie gern mir nachlaufen.

Vielen Dank Steve! Wir werden am Sonntag gespannt das Finale mitverfolgen, in dem du ja auch noch mal zu sehen bist.

Hier geht es zum Artikel über das Mama Mia Finale

Foto: © RTL

Written by Maik Friedrich

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