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Klaus Wowereit rüffelt seinen Amtskollegen in Moskau

Klaus Wowereit Amtskollegen
© SPD Berlin

Berlin und Moskau sind Partnerstädte. Jetzt hat der Regierende Bürgermeister der deutschen Hauptstadt, Klaus Wowereit, seinem russischen Amtskollegen Sergej Sobjanin ein kritisches Fax geschickt, das der queerpride.de-Redaktion vorliegt.

„Mit Enttäuschung“ hätten viele Bürgerinnen und Bürger in Berlin die Verabschiedung des Gesetzes der Russischen Föderation zum Verbot einer Homosexuellenpropaganda aufgenommen, schreibt Wowereit.

Täglich würden ihn „viele besorgte, teilweise auch wütende Briefe, in denen das Unverständnis über dieses Gesetz zum Ausdruck gebracht wird“ auf seinem Tisch landen. Weiter schreibt Wowereit: „Regierungen haben die Pflicht, Diskriminierungen jeder Art zu verhindern.“

Mit diesem Gesetz, so der Regierungschef weiter, würde „jedoch eine Atmosphäre geschaffen, die Ängste schürt statt sie abzubauen.“ Am Ende des Briefes bittet Wowereit Sobjanin „nachdrücklich (…), sich persönlich für mehr Toleranz und einen umfassenden Minderheitenschutz in Moskau stark zu machen.“

Bild: © SPD Berlin

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

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