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Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Mit einer Kranzniederlegung am Denkmal für die homosexuellen Opfer wird am 27. Januar den Verfolgten des Nationalsozialmuses gedacht. Vor 70 Jahren wurde zu dieser Zeit das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas laden deshalb zu einer Gedenkfeier direkt am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten ein. Um 13 Uhr trifft man sich an dem Denkmal und im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Blumen und Kränze niederzulegen.

Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine „widernatürliche Veranlagung“, für eine den so genannten „Volkskörper“ schädigende „Seuche“, die „auszurotten“ sei. Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurden im März 1933 die schwulen und lesbischen Lokale Berlins geschlossen. Die vollständige Infrastruktur der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, Lokale, Vereine, Verlage sowie Zeitschriften wurden aufgelöst, verboten, zerschlagen und zerstört. Im Herbst 1934 setzte die systematische Verfolgung homosexueller Männer ein. Über 100.000 Männer wurden polizeilich erfasst und rund 50.000 nach den Strafrechtsparagrafen 175 und 175a verurteilt. Etwa 10.000 schwule Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt. Etwa 5.000 Männer überlebten diese Qualen nicht.

Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen
Dienstag, den 27. Januar 2015, ab 13.00 Uhr
Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Ebertstraße auf Höhe Hannah-Arendt-Straße, Berlin-Tiergarten

www.stiftung-denkmal.de

www.berlin.lsvd.de

Written by Maik Friedrich

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