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Friedrich-Ebert-Stiftung thematisiert Gender

Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) thematisiert in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „Info“ das Thema Gender (Gender Matters!). Wie die FES mitteilt, unterstreiche man damit auch die Bedeutung der Gleichstellungspolitik in der Stiftung.

Gender Matters!

Gender Matters!, der geschlechterpolitische Infobrief der FES, will nach eigenen Angaben die Vielfalt der Arbeitsansätze in diesem Themenbereich sichtbar machen. Die Publikation gibt es nicht nur in Printform, sondern auch digital als Newsletter auf www.fes.de (in der Rubrik „Publikationen“ – die Red.). Mit knapp 10.000 Lesern erreiche die deutsche Ausgabe all diejenigen, die sich für das geschlechterpolitische Engagement der FES speziell beziehungsweise für das Thema Gender insgesamt interessieren. Frühere Ausgaben haben sich zum Beispiel publizistisch mit Problemfeldern wie „Sorge- und Pflegenotstand“ beziehungsweise „Die Arbeitswelt und ihre zumeist wenig emanzipatorisch wirkenden Strukturen“ beschäftigt. In der Rubrik Wir machen Gender wird die Möglichkeit geboten, unterschiedliche Arbeitseinheiten der Friedrich-Ebert-Stiftung mit ihren Gender-Bezügen kennenzulernen. Auch dies sei ein Beitrag dazu, auf allen Ebenen der Stiftung die Geschlechter gleichzustellen, so Geschäftsführer Dr. Roland Schmidt. Demokratie sei ohne Geschlechtergerechtigkeit „schlicht nicht vorstellbar.“

Friedrich-Ebert-Stiftung will „Geschlechtergerechtigkeit“

In der aktuellen Ausgabe von „Info“ (2/2014) werden im Beitrag „Dialog statt Hass“ regionale Genderprojekte vorgestellt, die dringlich notwendig seien. Dies, weil in etlichen europäischen Ländern vor vermeintlich großen Gefahren einer „Genderideologie“ gewarnt werde, Gender sei dort gar als „Kultur des Todes“ verschrien, welche die „Sexualisierung der Kinder“, die „Förderung von Homosexualität“ und die „Zerstörung der Familie“ zum Ziel habe. Zu diesen Ländern gehörten unter anderem Frankreich, Polen und die Slowakei, wo es Massendemonstrationen gegeben habe und in Parlamenten genderfeindliche Petitionen eingereicht wurden, in Polen etwa Nein zu Gender . Treibende Kräfte seien hierbei zumeist Teile der Katholischen Kirche sowie rechtsextreme Parteien. Bei alledem müsse klar sein, dass „die Polemik und die Rückschritte in Sachen Geschlechtergerechtigkeit einem breiteren Phänomen zugeordnet werden müssen: Eine neue politische Bewegung nutzt Gender als Feindbild und greift damit gleichzeitig EU-Skepsis, Homophobie und die Unzufriedenheit mit dem liberalen europäischen Gesellschaftsbild auf, um so für eine konservativere und nationalistischere Gesellschaft zu werben.“

„Info“ kann bei der FES angefordert werden: presse@fes.de

Bild: © lovemystarfire (via deviantArt).

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

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