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Lustvoller Sex: The Joy of a Toy

Eigentlich widerspricht es ja dem Selbstverständnis des Mannes, Hilfsmittel welcher Art auch immer für »die schönste Nebensache der Welt« zu benutzen. Schließlich ist es althergebrachte Tradition, dass ein Mann »seinen Mann« steht – und sei es im Liegen, Sitzen oder sonst wo.

Lange Zeit war das einzige eventuell geduldete Hilfsmittel das Kondom … aber es führt(e) oft nur ein Schattendasein. Genau wie die Sexualität selbst über lange Zeit nur im Dunkeln und schamhaft vollzogen wurde.

Nacktheit ist so alt wie der Mensch selbst

Gehen wir ein paar Jahrtausende zurück und behelfen wir uns mit dem Buch, das heute noch vielen Menschen als moralischer Maßstab dient, obgleich sie es wohl nie richtig gelesen oder gar verstanden haben: die Bibel. Adam und Eva wurden nämlich hüllenlos geschaffen und schämten sich dessen nicht, wenn man 1. Mose 2,25 Glauben schenken möchte.

Aber schon das erste aphrodisische Hilfsmittel – der Apfel vom Baum der Erkenntnis – führte in die Verdammnis. Und seitdem wissen wir, dass sich das Paradies nicht von heutigen Autobahnen unterscheidet: Die erste Schlange ist der Anfang vieler Probleme.

Adam und Eva wurden nämlich nicht nur aus dem Garten Eden, sondern auch aus einem anderen Paradies vertrieben: dem Paradies der unverstellten Körperlichkeit. Und damit begann der zweifelhafte Siegeszug der Moral.

Nacktheit war plötzlich verpönt, die Scham gewann die Oberhand. Da Kain, Adams Erstgeborener, erst nach der Verbannung aus dem Paradies gezeugt wurde, gehört daher auch die Sexualität zu den schamhaften Dingen, die über Jahrhunderte nicht nur unaussprechlich waren, sondern auch nur von Ehepaaren und im Dunkeln auszuführen waren.

Dass es Sexualität auch ohne Trauschein gibt (und immer schon gab), hat einen einfachen Grund: Die Lust gehört zur »menschlichen Grundausstattung«, Sexualität nicht erst seit der vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow 1943 erstmals vorgestellten Bedürfnispyramide zu den physiologischen oder Grundbedürfnissen.

Und dieses Bedürfnis lässt sich dies- und jenseits aller Moralvorstellungen im besten Wortsinne alleine, zu zweit oder auch zu mehreren befriedigen.

Seemannsbraut ist nicht (nur) die See!

Das schönste Sextoy ist natürlich immer der Partner. Und wenn der Partner genauso denkt, steht einem erfüllten Liebesleben nichts im Wege. Nun ist es aber nicht so, dass Sextoys eine Erfindung der Neuzeit seien.

Bereits im 17. Jahrhundert begannen Seeleute, sich aus alten Kleidungsstücken eine Puppe zu basteln. An denen konnten sie ihre Sexualität ausleben: Die »Seemannsbraut« war geboren. Doch die diente nicht nur heterosexuellen Matrosen, auch wenn sie von der Figur her den Bedürfnissen schwuler Seeleute überhaupt nicht entsprach.

Aber bekanntlich heiligt der Zweck die Mittel. Zum Glück hat sich das Sortiment an Sexspielzeug für schwule Männer mittlerweile deutlich vergrößert. Schon lange geht es nicht mehr darum, sich alleine zu vergnügen. Man kann auch mit dem Partner oder den Partnern gemeinsam zu den Ufern neuer Lusterfahrungen aufbrechen.

Cockringe oder Dildos gehören heute schon fast zur Grundausstattung eines schwulen Haushalts. Der Besitz dieser kleinen Freudenspender veranlasst niemanden mehr dazu, einen schamhaft roten Kopf zu bekommen. Aber da es eben um die »schönste Nebensache der Welt« geht, lohnt es sich, auch weitere Angebote zu studieren.

Seitdem auch Männer erkannt haben, dass es neben dem rein technischen Akt viele lustvolle Arten der Befriedigung gibt, gehört die Stimulation an ehemaligen Tabustellen des männlichen Körpers zur ersten Wahl. Mit einem Deluxe Prostata-Stimulator aus Silikon aus Silikon zum Beispiel können Lustgefühle erzeugt werden, die asiatischen Männern schon sehr lange bekannt sind.

Übrigens: Auch die medizinischen Vorzüge einer Prostata-Stimulation sind nicht zu unterschätzen, denn sie kann helfen, späteren Beschwerden vorzubeugen, wie z. B. Problemen beim Urinieren oder beim Samenerguss.

Hauptsache, ihr habt Spaß dabei

Aber auch für das männliche Glied gibt es spannende Toys, z.B. Penispumpen oder Penishüllen, letztere mit oder ohne Vibrationseffekt. Und wer wissen will, wie sich die »Seemannsbraut« weiterentwickelt hat, der kann nach Herzenslust in Angeboten für die besten männlichen Sexpuppen aus Latex stöbern.

Je nach Geschlecht und Vorlieben können Sie übrigens zwischen männlichen, weiblichen oder zweigeschlechtlichen Liebespuppen wählen. Der Lust und Laune sind also keine Grenzen gesetzt. Und wie schön und aufregend kann es doch sein, wenn man die Freuden des Sex’ alleine oder gemeinsam, aber immer wieder neu entdecken kann! Viel Vergnügen dabei!

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