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Homophobie-Bortoluzzi: Klage!

Fobos92/CC-BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Homophobie-Bortoluzzi wird sich wohl vor Gericht verantworten müssen. „Pink Cross“ will den SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi verklagen.

Bortoluzzi droht wegen Homophobie Klage

Toni Bortoluzzi hatte in einem Interview Homosexuelle an mehreren Stellen stark beleidigt. Unter anderem sagte der 67-jährige Konservative, Lesben und Schwule seien „fehlgeleitet“, Homosexualität sei eine Erkrankung. Darauf hat nun die Homo-Organisation „Pink Cross“ reagiert, denn sie will gegen den SVP-Nationalrat klagen: „Wir leiten eine Strafklage wegen Diskriminierung ein“, so „Pink-Cross“-Geschäftsführer Bastian Baumann im Onlinemedium „Blick.ch“. Auch die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (54) hat sich in den Fall eingeklinkt.

Bortoluzzi „zutiefst menschenverachtend“

Als „zutiefst menschenverachtend“ schätzt Frau Mauch die homophoben Äußerungen von Toni Bortoluzzi ein. Das sagte sie gestern vor Tausenden Schwulen und Lesben beim 20. Zürich Pride. Ein sehr großer Teil der Menschen sei von dem Politiker abgewertet worden, so Frau Mauch, die selbst in einer eingetragenen Partnerschaft lebt, weiter. Die Aussagen von Homophobie-Bortoluzzi seien alles in allem „gaga“, meinte sie darüber hinaus, und Andrea Caroni (33), Nationalrat der FDP, setzte noch eins drauf: „Ob Bortoluzzi wohl an einem verschobenen Hirnlappen leidet?“ Nach Angaben der Organisatoren nahmen in diesem Jahr 12.000 Menschen an der 20. Ausgabe der Parade in Zürich teil. Das waren so viele wie noch nie zuvor. „Jetzt erst recht!“, lautete das Motto.

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

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