Bundeskanzler Christian Kern beim Pressefoyer nach dem Ministerrat am 12. Juli 2016.
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Österreichs Kanzler forderte Ehe für Alle

Unsere Nachbarn sind in Sachen Ehe für Alle schon einen Schritt weiter. Österreichs Bundeskanzler Christian Kern hat jetzt die Öffnung der Ehe verlangt. Bereits vor zwei Wochen hatten seine sozialdemokratischen Kabinettskollegen Sozialminister Alois Stöger und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare befürwortet.

Zuletzt hatte der neue Kanzler Kern auf der Wiener Regenbogenparade für gleiche Rechte von LGBT-Menschen sich geäußert. Präziser wurde der Regierungschef nun in einem Statement für die „Parlamentarische Bürgerinitiative Ehe gleich zur Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare“. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wird die Umsetzung durch die ÖVP verhindert, die zusammen mit Kerns SPÖ an der österreichischen Bundesregierung beteiligt ist: „Vielfalt, Offenheit und Toleranz – das ist das Leben im 21. Jahrhundert. Diskriminierung darf in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr haben. Am stärksten ist unsere Gesellschaft, wenn alle gleich an Chancen und Rechten sind. Die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare ist hoch an der Zeit.“

Regierungspartner kontert: Kommt „überhaupt nicht in Frage“

Die meisten Verantwortlichen der konservativen ÖVP schweigen bisher dazu. Eine Stimme gibt es hier aber von ÖVP-Klubchech Reinhold Lopatka im Interview mit der Tageszeitung „Der Standard“. Er machte klar, dass mit der ÖVP keine zukunftsgestaltende, gleichberechtigte Politik für alle machbar ist. „Das kommt für die ÖVP überhaupt nicht infrage.“

Bild: © BKA, Valerie Alwasiah.

Written by Marco Steinert

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