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Die Regenbogenflagge am Familienministerium

Manuela Schwesig
@ mst

Es ist dieses Jahr eine Premiere – die Regenbogenflagge am Familienministerium. Heute nachmittag wurde zusammen mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und dem Berliner Regenbogenfamilienzentrum und der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, an ihrem Berliner Amtssitz die Regenbogenflagge gehisst.

Regenbogenflagge am Familienministerium

Regenbogenflagge am Familienministerium
@ mst
Zum Auftakt der CSD-Saison 2014 fand diese Aktion zum ersten Mal statt. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hisste die berühmte Regenbogenflagge – das Symbol der LGBT-Bewegung – vor ihrem Amtssitz. Die Regenbogenflagge am Familienministerium steht für Vielfalt und Respekt ebenso wie für Engagement gegen Homophobie und Transphobie. Neben der Ministerin waren auch Tobias Zimmermann (LSVD-Bundesvorstand), Jörg Steinert (LSVD-Pressesprecher) und Michael Korok, Papa in einer Regenbogenfamilie, sowie weitere Vertreter der LGBT-Community und verschiedener Regenbogenfamilien anwesend.

Manuela Schwesig

Manuela Schweig hierzu: „Das Hissen der Regenbogenflagge steht für unser gemeinsames Ziel eines toleranten und weltoffenen Europas ohne Diskriminierung. Überall dort, wo Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt, angefeindet oder gar angegriffen werden, muss gehandelt werden. In Deutschland, in Europa, weltweit. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung und Aufgabe. Eine tolerante und weltoffene Gesellschaft entsteht nicht per Gesetz. Sie entsteht durch das Miteinander von Menschen. Es ist eine Frage der Haltung einer Gesellschaft, die zu einem Klima der Offenheit führen muss. Da ist jede und jeder gefragt. Mir ist wichtig, dass wir den Kampf für Vielfalt und Toleranz auf der rechtlichen Ebene aber eben auch auf der kulturellen Ebene führen. Denn unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig. Deshalb muss ‚Anders‘ sein endlich normal sein. Auch Kinder müssen vorurteilsfrei Aufwachsen. Gerade Kinder von Regenbogenfamilien haben es in der Schule oft schwerer, weil ihre Eltern anders leben als die ihrer Klassenkameraden. Sie begegnen Vorurteilen und Ausgrenzung. Gerade in Schulen müssen aber die Grundsteine für Offenheit, Anerkennung und Toleranz gelegt werden.“

Tradition der Regenbogenflagge

Seit ca. 20 Jahren wird in Berlin und vielen anderen Städten an Rathäusern die Regenbogenflagge gehisst. Es ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität, dass dies nun erstmals vor einem Bundesministerium geschieht.

Written by Marco Steinert

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