Max Cherry
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Max Cherry: „Als Künstler habe ich eine Verantwortung!“

Der Singer-Songwriter und seine Rede an die Menschlichkeit 

„I believe in love and peace!“ – so lautet eine der Zeilen von „Humanity Speech“ (deutsch: Rede an die Menschlichkeit), einem selbstgeschriebenen Song des Singer-Songwriters Max Cherry. Mit diesem Lied stand der 26-jährige Kölner im Dezember 2017 im Finale des 35. Deutschen Rock und Pop Preises in der Kategorie „Singer/Songwriter“ und performte seinen Song in der Siegerlandhalle in Siegen. „Auch wenn ich nicht als Sieger nach Hause gekommen bin, so habe ich dennoch viel gewonnen – und zwar eine Menge an Erfahrung, Spaß und Inspiration“ schreibt der Musiker dazu auf seiner Facebook-Seite.

Von der Eigenartigkeit zur Einzigartigkeit

Geboren und aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Bayern, zog der Musiker im Alter von 19 Jahren in die Großstadt Köln. Dies sei für ihn eine große Befreiung gewesen, da viele Menschen in seiner Heimat ihn als „Freak“ und „komisch“ abgestempelt hätten. Dies führe er selbst unter anderem auf seine eigene Homosexualität und seine Optik zurück. Dadurch habe er häufig das Gefühl gehabt, nicht wirklich er selbst sein zu können. „Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass ganz viel Angst und Unsicherheit in den Menschen vorhanden ist, sobald da jemand ist, der anders ist als sie selbst“, so der Songwriter.

„Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, diese Eigenartigkeit, die mir von anderen unterstellt wurde, für mich umzudeuten und sie als Einzigartigkeit zu sehen“. Der Umzug nach Köln sei einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg seiner persönlichen Weiterentwicklung gewesen, da er dadurch verstanden habe, dass man mehr erreichen kann als man sich im ersten Moment vorstellt: „Die Grenzen unseres Handelns sind meiner Meinung nach viel zu häufig in unserem eigenen Kopf“. Max Cherry wolle mit seiner Musik veraltete Sichtweisen kritisch reflektieren und infolgedessen verhärtete Denkstrukturen aufbrechen.

Der Künstlername als Metapher für die eigene Kreativität

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Die Frage nach dem Künstlernamen sei eine Frage, die Max Cherry des Öfteren höre. „Der Name hat für mich viele Bedeutungen.“ So habe er zum einen von seinem Logo geträumt, in welchem die Kirschen in Form von Noten in einer bunt hinterlegten Notenzeile tanzten. Darüber hinaus habe ihn die 2009 erschienene EP der Sängerin Lady Gaga mit dem Titel „The Cherrytree Sessions“ sehr inspiriert. Am ehesten beschreibe der Name jedoch die Vielfalt seiner eigenen Musik: „Eine Kirsche kann süß, sauer oder vielleicht auch etwas herb oder gar bitter sein. Und genau so ist es mit den Themen und musikalischen Elementen in meiner Musik. Ich möchte mich weder als Mensch noch als Künstler in eine Schublade stecken lassen!“

„Meine größte Inspiration ist das Leben selbst!“

Es sei nicht so einfach eine Antwort auf die Frage zu finden, was genau Max Cherry zu seiner Kreativität inspiriere. Es seien vor allem die Situationen, die er in seinem Alltag mit anderen Menschen erlebe. So vielfältig diese Begegnungen sind, so vielfältig seien auch die Themen seiner Lieder. So setzt er sich in seinen Songs etwa mit Akzeptanz, Freiheit und Selbstverwirklichung auseinander, aber auch Themen wie Liebe, Trauer, Angst, Sexualität und Diskriminierung spielen eine große im Song-Repertoire des 26-Jährigen. „Meine größte Inspiration ist das Leben selbst!“

Er sei besonders von Künstler*innen der Vergangenheit, wie Freddie Mercury, Elton John oder Dolly Parton, aber auch von aktuelleren Interpret*innen wie Katy Perry, Adam Lambert, Beth Ditto oder Conchita Wurst beeinflusst worden. „Diese Menschen leisteten und leisten ihren Beitrag zu einer besseren Welt – dieses Ziel habe ich mir auch gesetzt“. Die meisten Aspekte seiner eigenen Haltung habe er jedoch Lady Gaga zu verdanken, die ihn sowohl in menschlicher als auch in künstlerischer Hinsicht sehr geprägt habe. Musikalisch bediene er sich verschiedener Genres wie Rock, Jazz, Country, Hip Hop oder Musical. Doch trotz vielfältiger Einflüsse bezeichnet Max Cherry seine eigene Musik als Popmusik: „Am Ende des Tages ist es Pop! Ich will, dass die Menschen verstehen, dass Popmusik nicht nur unterhalten kann sondern auch eine Botschaft hat“

Zusammenspiel zwischen Musik und Gesellschaft

Die Geschichte hat bereits des Öfteren gezeigt, dass Musik und gesellschaftlicher Wandel stets miteinander einhergehen und sich gegenseitig beeinflussen. So verdeutlichte die Vergangenheit, dass Musik auch ein Ausdruck von Widerstand und Veränderung sein kann. Sei es die Hippie-Bewegung und Auftritte Musiker*innen von Woodstock Ende der 1960er Jahre, die sich für eine friedlichere Welt einsetzten oder die Auftritte von Madonna in den 80er Jahren, die ein neues Bild von Weiblichkeit zur Folge hatten: es lässt sich nicht leugnen, dass Musik gesellschaftliche Veränderungsprozesse mit beeinflusst. „Musik ist ein revolutionäres Medium“, so Max Cherry. „Daher sehe ich es auch als meine persönliche Aufgabe, die Welt im Positiven mitzugestalten und sie zu einem besseren Ort zu machen. Als Künstler habe ich eine Verantwortung!“

Eine ganz besondere Botschaft: Menschlichkeit und Respekt

Max CherryZu Beginn dieses Artikels wurde schon Max Cherry’s Song „Humanity Speech“ erwähnt. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Titel? Der Song, der wie eine Rede aufgebaut ist, stellt dar, wie das aktuelle Weltgeschehen sich auf viele Menschen auswirkt: Trauer, Angst, Verwirrung. Der Singer-Songwriter schreibt „Open your eyes of everybody’s gonna pay the price“ und ruft dazu auf, dass es Zeit für eine Veränderung sei. Menschen sollten demnach nicht länger ihre Augen und Herzen verschließen, sondern hinsehen und den Mund aufmachen und ihre Verantwortung für eine bessere Welt übernehmen. So öffnet Max Cherry selbst sein Herz und singt im Refrain„I want to unite the nations. I want to unite all the people in this world. Cause I believe in love and peace” und macht damit deutlich, wo seiner Meinung nach die Lösung zu finden sei.

Es sei verständlich, dass viele gesellschaftliche Gegebenheiten, wie die Globalisierung, die Digitalisierung und die zunehmende Individualisierung den Menschen Angst mache. Die Lösung liege jedoch nicht in unreflektierten Zuschreibungen und Vorurteilen sondern im Vertrauen in die Liebe und den Frieden. Dadurch sei es möglich, eine friedvolle Revolution zu starten und die Welt zu verändern. Am Ende des Songs heißt es „Together we’ll unite all the people in this world!“, womit der 26-jährige ausdrückt, dass er fest an eine Veränderung durch die Gemeinschaft glaubt.

„Ich bin aus tiefster Überzeugung Humanist! Ich glaube fest daran, dass uns Werte, wie Respekt, Akzeptanz, Vielfalt und Liebe weiterbringen“. Es sei an der Zeit sich von Hass und Angst zu emanzipieren und infolgedessen mehr in den Dialog miteinander zu gehen. „Meiner Meinung nach sollten wir uns auf unsere eigene Menschlichkeit besinnen und wieder näher zu uns selbst und somit auch zu anderen finden.“ Max Cherry möchte die Menschen mit seinen Liedern emotional berühren und zum Nachdenken bringen. Dadurch sollen sie inspiriert werden, den Weg ihres eigenen Seins zu suchen und somit die Verantwortung für sich selbst und die Welt übernehmen.

Quo vadis, Max Cherry?

„Ich kann nicht sagen, wo mich die Musik noch hinführen wird“. In nächster Zeit seien einige kleinere Auftritte geplant, bei denen der Künstler seine Songs darbieten und seine Botschaft verbreiten wolle. Zudem stünden auch Themen wie die Suche nach Instrumentalist*innen für Live-Auftritte und andere öffentlichkeitswirksame Arbeiten momentan im Vordergrund. Dadurch möchte er seinen Einflussbereich vergrößern, wodurch er mehr Menschen mit seiner Musik erreichen kann. Auch wenn Max Cherry noch keine konkreten Ziele für seine weitere musikalische Zukunft nennen kann, steht eines für ihn fest: „Es ist mein größter Traum von der Musik, mit der Musik und für die Musik zu leben und damit die Welt zu einem besseren Ort zu machen!“

Max Cherry’s Song „Humanity Speech“

Facebook: Max Cherry