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Sexuelle Umerziehung: Kidnapped for Christ

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© Kidnapped for Christ

„Kidnapped for Christ“ ist ein neuer Dokumentarfilm, der zeigt, wie junge Lesben und Schwule durch fanatisch religiöse Eltern gezwungen werden, ihre Homosexualität austreiben zu lassen.

Kidnapped for Christ

Kidnapped for Christ
© Kidnapped for Christ
In der Doku, die bereits zu Jahresbeginn auf dem Slamdance Film Festival in Park City (Utah, USA) Premiere feierte, erzählen Jugendliche über ihre Erfahrungen. Sie wurden von ihren Eltern, die streng religiös leben auf eine Schule in Jarabacoa (Dominikanische Republik) geschickt, um ihnen ihre Homosexualität auszutreiben. Diese Schule – Escuela Caribe – beschreibt sich als Internat für „unruhige“ Jugendliche und wir von einer evangelischen Organisation betrieben. Bereits 1971 von Gordon Blossom gegründet, sind auf dem 30 Hektar großen Campus ca. 45 Schüler eingezäunt untergebracht. Das Schul-Programm nannte sich „Culture Shock Therapy“. Laut einem ehemaligen Schüler, kam es dort zu einer Reihe von Missbräuchen, Schläge, Zwangsarbeit und emotionaler Misshandlung.

Der Film

Einen Sommer lang begleitete und drehte Kate Logan „Kidnappet for Christ“ in der Schule. Während ihrer Zeit dort folgt sie die Geschichten mehrerer Studenten, die in Escuela Caribe „behandelt“ wurden. Sie trifft Beth, eine 15-Jährige aus Michigan, die unter Panikattacken leidet, so dass sie mit Problemen in der Schule jeden Tag zu kämpfen hatte. Statt professioneller Behandlung, wird Beth auf unangemessene und oft schmerzhafte Weise bestraft, wie Einsperren in einen Isolationsraum oder Prügel. Tai, ein 16-jähriges Mädchen aus Boston, wurde nach ersten Drogenerfahrungen, einem Kindheitstraumata und einer Vergewaltigung nach Escuela Caribe geschickt. Tai offenbarte sich Kate, ihr zu sagen, dass das, was die Schule macht, falsch ist, und ermutigt sie, die Wahrheit zu veröffentlichen.

Kidnapped For Christ
© Kidnapped for Christ, LLC
Kate beginnt zu erkennen, dass sie auf eine viel gruselige Geschichte gestossen ist, als sie ursprünglich gedacht hatte. Dieser Gedanke verfestigt sich, als sie David trifft, der für das Programm kurz nach seinem Coming Out von seinen Eltern geschickt worden ist. David gelang es nicht Hilfe zu rufen, da er mitten in der Nacht von seinen Eltern in die Schule verschleppt wurde. Mit Kate fühlt er sich sicher genug, um zu offenbaren, warum er dorthin geschickt wurde, aber auch, wie er es schaffte zu entkommen.

Im Film wird den Kindern und Jugendlichen eine Stimme gegeben, um der breiten Öffentlichkeit klarzumachen, welche Gefahr von solchen Schulen ausgeht und was sie aus den Menschen macht. Produzenten des Dokumentarfilms sind Producer Tom DeSanto, „The Real World“-Star Mike Manning und Ex-‚N-Sync-Mitglied Lance Bass, der seit kurzem mit Michael Turchin verlobt ist.

Kinos und TV

„Kidnapped for Christ“ läuft nach seiner Premiere auf verschiedenen amerikanischen Filmfestivals wie Topanga Film Festival in der Nähe von Los Angeles am 19.Juli, oder auch in Denver und Detroit. Im Juli ist der Dokumentarfilm auch im amerikanischen Sender „Showtime“ zu sehen. Auch ist geplant, „Kidnappet for Christ“ bald über den Streaming-Anbieter Netflix anbieten zu können.

Mehr dazu unter: kidnappedforchrist.com

Written by Marco Steinert

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