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Die häufigsten STI: Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

STI, also Sexually Transmitted Infections oder sexuell übertragbaren Infektionen, können entweder vollkommen harmlos sein oder in manchen Fällen sogar lebensbedrohlich verlaufen. Manche STI werden durch Bakterien übertragen, andere durch Viren, Pilze oder Parasiten. 

Besonders wichtig ist es, eine STI frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, und zwar aus zwei Gründen:

  1. Der Behandlungserfolg ist deutlich höher.
  2. Die Ansteckung Anderer wird reduziert.

In unserem heutigen Beitrag möchten wir Ihnen einen Überblick der wichtigsten STI, ihrer Symptome und möglichen Behandlungsoptionen geben.

Wie erkenne ich, dass ich an einer STI erkrankt bin?

Ebenso variantenreich wie die STIs selbst, sind auch deren mögliche Symptome. Im Allgemeinen sollte man immer auf ungewöhnliche Veränderung an den Geschlechtsorganen achten, wie Jucken, Ausfluss, einen unangenehmen Geruch oder Schmerzen beim Wasserlassen. 

Auch andere Anzeichen wie häufige Müdigkeit, Fieber oder Abgeschlagenheit können Anzeichen einer STI sein. Bei einem Verdacht ist der Besuch eines Arztes in jedem Fall zu empfehlen.

Eine Übersicht der 7 wichtigsten sexuell übertragbaren Infektionen

Wir haben nachfolgend die sieben wichtigsten und am häufigsten vorkommenden STI mit ihren Symptomen und möglichen Behandlungsmethoden in einer Übersicht zusammengestellt:

Chlamydien

Weltweit sind Chlamydien die am häufigsten auftretende sexuell übertragbare Infektion. Die Bakterien werden in den meisten Fällen beim ungeschützten Geschlechtsverkehr über die Schleimhäute übertragen. 

Symptome bei Chlamydien

Vielfach bemerkt man Chlamydien gar nicht, da die Symptome oft nur sehr leicht ausgeprägt sind. Typisch jedoch sind:

  • Ausfluss aus Scheide, Penis oder Po sowie Zwischenblutungen
  • Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Vaginal- oder Analsex
  • Juckreiz an Scheide, Penis oder Po

Behandlung

Selbst, wenn die Symptome abklingen, sollte man sich unbedingt behandeln lassen, da die Erreger vermutlich weiterhin im Körper sind und ihr Unwesen treiben. Langfristig kann dies sogar zu Unfruchtbarkeit oder Gelenkentzündungen führen. Auch, wenn es wie bei allen Medikamenten bei Doxycyclin zu Nebenwirkungen kommen kann, hat dieses Antibiotikum eine sehr gute Wirksamkeit bei Chlamydien. 

Syphilis

Auch die Syphilis wird durch Bakterien übertragen und ist weltweit sehr verbreitet. Besonders im 15. Jahrhundert sorgte die von Kolumbus Seeleuten eingeführte Syphilis für viele Tote.

Symptome bei Syphilis

Bleibt eine Syphilis unbehandelt, verläuft sie in drei aufeinander folgenden Stadien, die jeweils eigene Symptome aufweisen. Alle Symptome sind häufig so schwach ausgeprägt, dass man sie kaum bemerkt und zwischen den Stadien kann die Syphilis über Jahre hinweg vollkommen ohne Beschwerden verlaufen. Hier einige mögliche Symptome in den Phasen 1 bis 3:

  • (1) Hartes Knötchen am Penis, den Hoden, der Scheide, dem Anus oder im Mund
  • (2) nicht juckender Hautausschlag am Oberkörper, an den Handflächen und den Fußsohlen
  • (2) Schwellung der Lymphknoten
  • (2) Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • (2) Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • (3) gummiartig verhärtete Knoten, im und am ganzen Körper 

Behandlung

Ohne Behandlung schreitet der Verlauf immer weiter fort und schädigt innere Organe, das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn lebensgefährlich. Umgekehrt ist die Syphilis bei einer Früherkennung ausgezeichnet mit Penicillin behandelbar.

HPV (Humane Papillomviren)

Einige der Erreger verursachen nur unproblematische Feigwarzen, andere hingegen können unsere Zellen verändern und zu Krebs führen … und das macht diese in hoher Zahl vorkommende STI so gefährlich. 

Symptome von HPV

Regelmäßig bemerkt man praktisch keine Symptome und das macht HPV so gefährlich. In anderen Fällen treten auf

  • Feigwarzen
  • Größere Geschwüre

Behandlung

Grundsätzlich kann man sich gegen HPV impfen lassen. Eine HPV Infektion ist allgemein sehr gut behandelbar. Bereits entstandene Warzen können durch Vereisen oder Lasern entfernt werden. 

Kurzübersicht weiterer STI, ihrer Symptome und Behandlungsoptionen

STISymptomeBehandlung
HIVFieber und grippeähnliche Symptome deutlicher Ausschlag am Körper  Lymphknotenschwellungen an mehreren KörperstellenEine HIV-Infektion ist nicht heilbar, jedoch mit Medikamenten sehr gut unter Kontrolle zu halten. 
Gonorrhoe (Tripper)ungewöhnlicher Ausfluss aus Scheide, Penis oder Po  Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen Juckreiz an Scheide, Penis oder AnusSehr gute Behandelbarkeit mithilfe von Antibiotika.
TrichomonadenUngewöhnlicher, oft stark riechender Ausfluss aus der Scheide, Ausfluss aus Penis oder Anus Juckreiz, Harndrang und Brennen beim Wasserlassen Schmerzen beim SexBei einer frühzeitigen Erkennung ist eine Trichomonaden-Infektion mit Antibiotika gut behandelbar.
Genitalherpesbrennende, juckende und schmerzende Bläschen mit wässrigem Inhalt Fieber, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen
Salben und andere virushemmende Mittel können das Abheilen der Bläschen beschleunigen, der Virus verbleibt jedoch lebenslang im Körper.

Fazit

Das wichtigste ist, sich beim Geschlechtsverkehr vor STI zu schützen. In den meisten Fällen ist dies durch die Verwendung eines Kondoms bereits gegeben, in anderen Fällen ist eine Vorbeugung manchmal schwieriger. Wenn Symptome oder auch nur der Verdacht auf eine STI auftreten, sollte man sofort einen Arzt konsultieren. Dies ist wichtig, um einerseits keine Spätfolgen zu erleiden und andererseits andere Menschen zu schützen. 

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