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Zwischen Glitzer, Wut und Befreiung: REMOTE BONDAGE droppen ihr pinkes Manifest „GOOD GIRL“

Es gibt Alben, die einfach erscheinen – und es gibt Alben, die sich anfühlen wie ein Aufbruch. Mit „GOOD GIRL“ liefern REMOTE BONDAGE genau das: ein pink schimmerndes Manifest gegen Normen, für Selbstbestimmung und kollektive Ekstase. Am 10. April 2026 erscheint das Debüt der fünf Wahl-Berliner:innen – und schon jetzt ist klar: Diese Platte will mehr als nur gehört werden. Sie will etwas verändern.

REMOTE BONDAGE bewegen sich musikalisch irgendwo zwischen Indie-Rock, Pop und rotziger Punk-Attitüde, aber das greift fast zu kurz. Drei Sängerinnen, eine Bassistin und ein Drummer erschaffen einen Sound, der genauso theatralisch wie roh ist – mit Opern-Anleihen, Musical-Momenten und Beats, die direkt in den Moshpit treiben. Produziert von Dennis Borger, wirkt „GOOD GIRL“ wie ein bewusst überdrehtes Spiel mit Kontrasten: verletzlich und laut, ironisch und radikal ehrlich.

Goodbye „Good Girl“ – Hello Chaos

Schon der Opener „GOOD GIRL (go to hell)“ macht unmissverständlich klar, wohin die Reise geht: Weg mit internalisierten Rollenbildern, weg mit dem Zwang, brav zu sein. Stattdessen zelebriert die Band das Unangepasste – und das mit einem Augenzwinkern, das nie die Ernsthaftigkeit der Themen untergräbt.

Tracks wie „ALLE LEBEN SCHNELLER“ stellen die Frage, ob wir uns im kapitalistischen Dauerlauf eigentlich selbst verlieren, während „ich hab dich so lieb“ radikal simple Zuneigung in den Mittelpunkt stellt – ein fast schon politisches Statement in einer Welt, die Komplexität oft über Emotionalität stellt.

Besonders stark: die Selbstverständlichkeit, mit der Themen verhandelt werden, die im Mainstream immer noch tabuisiert sind. Die „Ode an die Periode“ ist genau das, was der Titel verspricht – direkt, ungeschönt und empowernd. Das anschließende Orgel-Interlude „Maria durch den Zyklus ging“ spielt mit religiösen Bildern und körperlicher Realität – queerfeministische Symbolik, die hängen bleibt.

Queerness, Chaos und Kollektiv

Was „GOOD GIRL“ so besonders macht, ist seine klare Haltung: Es geht nicht nur um individuelle Befreiung, sondern um gemeinsames Aufbegehren. „So kann’s nicht bleiben“ richtet sich gegen ermüdende Diskurse in vermeintlich progressiven Räumen – ein Aufruf, endlich ins Handeln zu kommen.

Auch in Songs wie „FCK ALLES UND NICHTS“ oder „Nintendo DS </3“ zeigt sich die Band nahbar und ehrlich: sexuelles Erwachen, Heartbreak, WG-Leben – all das wird nicht romantisiert, sondern in seiner chaotischen Realität gefeiert. Und irgendwo zwischen all dem steht immer wieder die zentrale Frage: Was wäre, wenn es wirklich egal wäre, wen du liebst?

Die Antwort bleibt offen – aber REMOTE BONDAGE liefern den Soundtrack, um sie selbst zu finden.

Von der Szene ins Spotlight

Nach Festivalauftritten u.a. beim Fusion, Open Flair und Highfield sowie Support-Shows für Von Wegen Lisbeth, RAUM27 und Paula Carolina wächst die Fanbase der Band rasant. Ihre Songs verwandeln gesellschaftlichen Druck in tanzbare Hymnen – und treffen damit einen Nerv, besonders in queeren Communities, die nach Sichtbarkeit, Verbindung und Empowerment suchen.

Tour 2026: „Good Girls Go To Hell“

Stillstand ist für REMOTE BONDAGE keine Option. Direkt nach Release geht es auf große Deutschland- (und Österreich-)Tour – elf Städte, elf Nächte voller Herzschmerz, Rebellion und Schweiß.

Live-Daten 2026:

  • 20.04. – Leipzig, Moritzbastei
  • 21.04. – Regensburg, Alte Mälzerei
  • 22.04. – Chemnitz, Weltecho
  • 23.04. – Bochum, Die Trompete
  • 25.04. – Koblenz, Circus Maximus
  • 26.04. – Köln, Helios 37
  • 04.05. – Hannover, Lux Club Linden
  • 05.05. – Hamburg, Betty
  • 07.05. – Nürnberg, Club Stereo
  • 08.05. – München, Milla
  • 09.05. – Wien (AT), Chelsea

Fazit

„GOOD GIRL“ ist kein Album für nebenbei. Es ist laut, queer, unbequem und gleichzeitig unglaublich verbindend. REMOTE BONDAGE schaffen es, aus Wut, Humor und Verletzlichkeit etwas zu formen, das sich wie ein sicherer Raum anfühlt – und wie ein Aufruf zur Revolte.

Oder anders gesagt: Dieses „Good Girl“ geht nicht nur zur Hölle. Es nimmt uns alle mit – und tanzt dort weiter.

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