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Ukraine will ein „Antischwulengesetz“ einführen

Papst Polizei
© queerpride.de

Die Ukraine will es Russland gleichmachen und ein sogenanntes „Antischwulengesetz“ in die Parlamente einbringen. In Russland soll ein solches Gesetz am 24. Mai verabschiedet werden.

Gleichzeitig soll ein weiteres „Gesetz gegen homosexuelle Propaganda“ geschaffen werden, das Medien verbietet, über Homosexualität zu berichten. Mehrere Abgeordnete betonten, dass „Kinderseelen nicht weiter zerstört werden dürfen von den homosexuellen Verführern“. Auch in den Schulen und im Gesundheitswesen soll das Thema Homosexualität künftig absolut tabu sein. Das bedeutet nicht nur Zensur sowie eine neue Form der Diskriminierung Homosexueller in der Ukraine. Mehr noch: Das Land hat europaweit die höchste Steigerungsrate bei HIV-Infektionen, und wenn ein Gesetz die Aufklärung verbietet, kann es nur noch schlimmer werden. Die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in der ukrainischen Bevölkerung tendiert gegen null – Homosexualität wird gemeinhin als eine Krankheit angesehen, die „Homoehe“ sei eine „europäische Perversion“. Die Ablehnung ist in dem Land sogar noch größer als im homophoben Russland. Selbst zärtliche Berührungen oder gar Küsse können in der Ukraine gefährlich sein. Als sich kürzlich ein lesbisches Paar in einem Bus küsste, wurde es von einem aufgebrachten Mob krankenhausreif geprügelt.

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

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