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Uganda: Lebenslang für Homosexuelle

Der afrikanische Staat Uganda verteidigt nicht nur seine Position als eines der homophobesten Staaten der Welt, Uganda nimmt neuerdings (fast) weltweit die Spitzenposition in dieser beschämenden Kategorie ein.

Das Parlament hat nämlich beschlossen, künftig Lesben und Schwule lebenslang hinter Gitter zu bringen. Doch nicht nur das: Haftstrafen erwarten auch diejenigen, die von der Homosexualität von Bekannten und Freunden Kenntnis haben, dies aber nicht bei der Polizei zur Anzeige bringen. Damit ist Uganda eines der homofeindlichsten Länder auf der Erde, dies noch vor der Russischen Föderation und einigen arabischen Staaten. Dass Uganda nicht die traurige Spitzenposition einnimmt, liegt nur daran, dass es in einigen Ländern die Todesstrafe für Homosexuelle gibt, etwa im Norden Namibias, aber auch im Iran. Hinter der massiven Verschärfung der Gesetze in Uganda stehen sogenannte „klerikale Gruppen“, die aber in Wahrheit wenig bis garnichts mit Religion zu tun haben, sondern als radikal-fundamentalistisch gelten. Es ist sicher, dass der ugandische Staatspräsident das neue Gesetz in den kommenden Tagen unterzeichnen wird. Dann tritt es sofort in kraft.

Foto: © riekhavoc/CC-BY-SA-2.0 (via Wikimedia Commons)

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

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