in

Südkorea: Regisseur plädiert für die Homo-Ehe

Der in Südkorea sehr bekannte und beliebte Regisseur Kim Jho Gang-soo will ein Zeichen setzen: Anfang September, so kündigte er es jetzt an, wird er seinen langjährigen Lebenspartner heiraten.

Symbolisch dies, denn die Homoehe ist in Südkorea nicht erlaubt. Homosexualität ist dort nicht verboten, doch der Druck ist hoch. Wie in vielen anderen asiatischen Ländern wie etwa Vietnam ist die gleichgeschlechtliche Liebe gesellschaftlich geächtet, bestensfalls wird sie in der Bevölkerung vor allem in ländlichen Gebieten tot geschwiegen.

Südkorea: Homosexuelle verheimlichen ihre Veranlagung

Viele Homosexuelle verheimlichen ihre Veranlagung auch deshalb, weil ein offenes Bekenntnis auch für die Karriere schädlich sein kann. Kim Jho Gang-soo will die symbolische Hochzeit mit seinem Freund als „Zeichen für die Homoehe“ gewertet wissen, damit „Homosexuelle in Südkorea endlich die gleichen Rechte bekommen wie Heterosexuelle“.

Entsprechende Gesetzesinitiativen sind in den letzten Jahren allerdings immer an den Konservativen gescheitert, die in den südkoreanischen Parlamenten die Mehrheit haben.

Foto: Giovanni dall´Orto

Written by Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Bankkaufmann, Redakteur und Autor verschiedener Bücher, unter anderem "Elysander" und "Ein lebendiger Tag". Im Journalismus kennt er alle Seiten des Tischs, er publiziert in mehreren Zeitungen und Onlinemedien, war Pressesprecher (u. a. in der letzten DDR-Regierung) und unterrichtet seit 1995 Journalismus, PR sowie Rhetorik an verschiedenen Hochschulen.

Ausstellung

Das „Schwule Museum“ bezieht bald seine neuen Räume

Blutspende: Wider die Diskriminierung schwuler Männer!