Brizzi Bremse veröffentlicht einen Roman über psychische Krisen, queere Identität und die Kraft der Begegnung – und trifft damit einen Nerv. Von außen betrachtet ist Brizzi Bremse vieles: Journalist, Content Creator, Medienprofi. Doch wer ihn kennt, weiß, dass er vor allem eines ist: ein queerer Mensch mit Haltung. In seinem neuen Buch Und am Abgrund wartetest du auf mich verarbeitet der 26-Jährige aus Burgau Themen, die oft verdrängt werden – und tut das mit literarischer Klarheit und emotionaler Tiefe.
„It’s not just another book“, sagt Bremse. „Es ist ein Werk, das wichtige Themen authentisch widerspiegelt und damit einen wichtigen Auftrag leistet.“
Ein Roman über das Unsagbare
Im Zentrum der Geschichte steht Lonán, ein junger Student, der mit Depressionen und dem Gefühl existenzieller Leere kämpft. Als er kurz vor dem Suizid steht, begegnet er Shae – eine Begegnung, die alles verändert. Doch was verbindet die beiden wirklich? Liebe, Hoffnung oder bloß Dankbarkeit?
Der Roman ist bewusst kompakt gehalten: Rund 80 Seiten, dicht erzählt, ohne unnötige Ausschweifungen. Die Sprache ist direkt, die Emotionen roh. Bremse gelingt es, psychische Krisen nicht zu romantisieren, sondern in ihrer Komplexität darzustellen – und dabei trotzdem Raum für Hoffnung zu lassen
Queere Inhalte – subtil und kraftvoll
Obwohl Lonán und Shae kein queeres Paar sind, durchzieht das Buch eine queere
Perspektive. Lonáns beste Freundin steht vor ihrer geschlechtsangleichenden Operation, sein engster Freund ist homosexuell, und auch Lonán selbst hinterfragt seine Orientierung. Diese Figuren sind keine Nebenrollen, sondern integraler Bestandteil der Erzählung – und spiegeln die Realität vieler queerer Menschen wider.
„Ich wollte ein Buch schreiben, das queere Themen nicht nur für die Community erzählt, sondern auch für Menschen außerhalb der Bubble“, erklärt Bremse. „Denn Sichtbarkeit bedeutet auch, dort stattzufinden, wo man sonst nicht vorkommt.“
Zwischen Aktivismus und Literatur Bereits mit seinem ersten Buch Mama, warum lachen alle über mich? hat Bremse autobiografisch gezeigt, wie verletzend Ausgrenzung sein kann. Mit Und am Abgrund wartetest du auf mich geht er nun einen literarischen Schritt weiter – und bleibt dabei politisch. Denn queere Literatur ist für ihn nicht nur Kunst, sondern auch Aktivismus.
Das Buch erscheint zunächst ausschließlich im Vorbestellverfahren. Wer ein Exemplar möchte, kann bis spätestens 15. September 2025 über https://brizzant.etsy.com, per Mail oder via Instagram bestellen. Ob es später regulär in den Handel kommt, ist noch offen.
Ein leiser Satz, der bleibt Brizzi Bremse zeigt, dass queere Literatur nicht laut sein muss, um gehört zu werden.
Manchmal reicht ein leiser Satz, um etwas in Bewegung zu bringen. Und am Abgrund wartetest du auf mich ist genau so ein Satz – und ein Buch, das bleibt.
Bild: Philipp F. East.