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Nach Russland nun Kasachstan: Homophobie mit gesetzlicher Unterstützung – Ein Dokumentarfilm soll aufklären

Ich bin nicht krank – ich bin schwul!, so der Titel eines Dokumentarfilms, zu welchem Alexej Getmann nach der Rückkehr von einer Reise aus Kasachstan die „zündende“ Idee hatte.

Der Hintergrund für den Film begründet sich auf der Tatsache, dass in Kasachstan lebende Homosexuelle unter Lebensgefahr durch den Alltag gehen. Denn dort gilt die sexuelle Minderheit als krank, und in Kürze soll es sogar zu einem Verbrechen erklärt werden.

Zur Zeit liegt ein Gesetzesentwurf vor, der homosexuelle Propaganda, wie in Russland, verbieten soll. Eine Abstimmung dazu soll in der sogenannten Herbstsession des Parlaments Kasachstans stattfinden.

Gretmann selbst ist freier Journalist und gebürtiger Kasache. Gemeinsam mit seiner Co-Autorin Diana Harders gründete er die GbR kultur-los, über welche für die Finanzierung des Projekts ein Crowdfunding eingerichtet wurde.

Nachdem das Budget die gewünschte Höhe erreicht hat, machte sich das Team nun auf den Weg nach Kasachstan, um dort für drei Wochen das Leben des Dennis Kokorin aus Temirtau zu beleuchten. Denn dieser bewege sich inzwischen nur noch mit dem Taxi durch die Stadt, denn alles andere, so sagt er, wäre purer Selbstmord.

Der 60-minütige Beitrag ist dafür bestimmt, die weltweite Öffentlichkeit über die homophoben Zustände aufzuklären und gezielt dagegen vorzugehen. Der Veröffentlichungstermin für die DVD bzw. Blu-ray steht jedoch noch nicht fest.

Weitere Infos und aktuelle Statusberichte zum Projekt gibt es unter: www.kultur-los.de

Bild: queerpride.de

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