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Münchner CSD wird größer und größer

Party
© flickr.com/jerome_Munich

Trotz der Rekordhitze am Wochenende lockte der Münchner CSD hunderttausende Menschen in die Innenstadt. Mit PrideWeek, Parade, Straßenfest und RathausClubbing sorgte die bayrische Landeshauptstadt für einen neuen Besucherrekord. Eines zeigte sich deutlich: Der Münchner CSD wird von Jahr zu Jahr größer.

Eine Viertelmillion beim Münchner CSD

Die große CSD-Parade zog unter dem Motto: „Regenbogen der Geschlechter – wertvoll sind wir alle“, mit 61 Gruppen und rund 8.000 Teilnehmern bei strahlendem Sonnenschein durch die Münchner Innenstadt. Mehr als 90.000 Zuschauer verfolgten das Spektakel. Zählt man die Parade, das Straßenfest und das RathausClubbing zusammen kommt man gut und gern auf 250.000 Menschen.

Dazu gab es auch gleich noch eine Premiere: Zum ersten Mal führten neben dem Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl auch beide Bürgermeister OB Dieter Reiter (SPD) und Josef Schmidt (CSU) die Polit-Parade an.

Showprogramm am Marienplatz

Neben der CSD-Parade war auch das Showprogramm am Marienplatz eines der Highlights. Dort traten am Samstag und Sonntag unter anderem Daniel Schuhmacher, Bastian Baker und Hella von Sinnen auf. In einem spontanen und sehr bewegendem Auftritt performten sie zusammen mit Ela Querfeld eine unpluged-Version von „100% Mensch“ – dem Benefiz-Song für Gleichberechtigung und Menschenrechte der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.

Neben dem Showteil des Bühnenprogrammes kamen auch verschiedene Szene-Organisatoren und -Gruppierungen zu Wort. Neben Vertretern von Sportvereinen, Chören und Jugend-Organisationen stellten Vereine wie Transmann e.V. und VivaTS ihre Arbeit und ihre politischen Ziele vor. Besonder stachen dabei die Mitglieder der Intersexuellen Menschen e.V. hervor. Sie hielten ein flammendes Plädoyer für Menschenrechte und körperliche Unversehrtheit.

PrideWeek vom 12.-20. Juli

Zur PrideWeek wurden mehr als 40 Veranstaltungen wie Workshops, Lesungen, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen angeboten. Die Besucherzahlen waren auch hier sehr hoch und die Veranstalter freuten sich über das große Interesse an Themen wie Homophobie, Transsexualität und Homo-Rechte.

Ebenfalls beim CSD dabei war eine Gruppe LGBT-Aktivisten aus der Ukraine und aus Weißrussland. Spätestens seit dem CSD 2012 gibt es eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen München und Osteuropa, welche zu einem großen Teil durch die Aktionsgruppe Munich Kiev Queer unterstützt wird.

Written by Maik Friedrich

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