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Männer zu Gay-Treffen gelockt und ausgeraubt: Hohe Strafen für Täter gefordert

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In einem beunruhigenden Fall vor dem Bezirksgericht Bülach hat ein 29-jähriger Mann seine Beteiligung an einer Serie von Raubüberfällen auf schwule Männer gestanden, was die Behörden zu Forderungen nach empfindlichen Strafen veranlasst hat. Der Beschuldigte soll eine bekannte Dating-Plattform genutzt haben, um Opfer zu kontaktieren und sie unter einem Vorwand zu Treffen zu verleiten, bei denen sie anschliessend körperlich angegriffen und ausgeraubt wurden. Der Fall hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Personen in Online-Dating-Umgebungen aufgeworfen.

Details der Straftaten

Vor Gericht gestand der Angeklagte seine Taten. „Unser Ziel war es, ohne grossen Aufwand an Geld zu kommen“, erklärte er. Er habe von einem Bekannten erfahren, wie er die Dating-Plattform nutzen könne, und daraufhin ein Profil erstellt, das gezielt auf schwule Männer ausgerichtet war, die bereit waren, finanzielle Gegenleistungen anzubieten.

Sobald ein Treffen vereinbart war, traf er sich mit einem Komplizen in einem nahegelegenen Wald, wo dieser die Opfer mit Gewalt bedrohte und dabei eine Waffe einsetzte. Der Angeklagte gab an, seinem Mittäter nach dem ersten Vorfall seinen Unmut mitgeteilt zu haben: „Ich sagte ihm, dass ich mit seinem Vorgehen – die Männer zu schlagen und zu treten – nicht einverstanden bin.“ Er zeigte sich reuig und erklärte, er würde heute anders handeln.

Rechtliche Konsequenzen und Verfahren

Neben dem 29-Jährigen erschien auch ein zweiter Angeklagter vor Gericht: ein 23-jähriger brasilianischer Staatsangehöriger. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm mehrfachen bewaffneten Raub sowie Vorbereitung zu Raub vor und fordert für ihn eine Freiheitsstrafe von über 10 Jahren sowie eine Landesverweisung von 12 Jahren. Für den älteren Angeklagten plädiert die Anklage auf eine Freiheitsstrafe von 11,5 Jahren sowie eine Geldstrafe von 1’000 Schweizer Franken.

Der Fall hat eine Diskussion über die Risiken ausgelöst, denen Personen auf Online-Dating-Plattformen ausgesetzt sind – insbesondere jene, die innerhalb der LGBTQ+-Gemeinschaft Kontakte suchen. Fachleute und Betroffene betonen die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmassnahmen und eines grösseren Bewusstseins für die Gefahren beim Treffen mit Unbekannten aus dem digitalen Raum.

Das Gerichtsverfahren wird fortgesetzt, während das Gericht die Aussagen und vorliegenden Beweise prüft. Die Öffentlichkeit verfolgt den Fall aufmerksam in der Hoffnung, dass diese schweren Straftaten eine gerechte Ahndung erfahren.

Written by Redaktion

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