In England und Wales wird kein Gesetzentwurf zum gültigen Gesetz, wenn die Königin ihr Einverständnis nicht erteilt. Bei der Homo-Ehe hat sie nun „Ja!“ gesagt und ihre Unterschrift unter ein entsprechendes Dekret gesetzt.
Das ist zwar nur ein offizieller Akt, doch wenn die Queen ein Gesetz unterzeichnet, ohne zuvor Bedenken geäussert zu haben, dann ist das nicht nur ein deutliches Signal, sondern ein Statement. Und dieses Statement ist besonders wichtig, weil die Konservativen und führende Kirchenvertreter in der Frage der Homo-Ehe durchaus gespalten sind. Besonders die Mitglieder des „House of Lords“ zeigten sich skeptisch. Das allerdings dürfte sich mit der Queen-Unterschrift erledigt haben, denn auf der einen Seite sind gerade die Lords grosse Anhänger der Königin, und diese wiederum ist das Kirchenoberhaupt. Nun also ist der Weg frei dafür, dass ab dem Sommer 2014 Lesben und Schwule ihre Frauen und Männer heiraten dürfen, was die Gleichheitsministerin Yvette Cooper jubeln lässt: „Es ist die Zeit zum Feiern. Und die Zeit der Diskriminierung ist damit vorbei.“
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