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Keiner will arbeiten – Friseur sucht dringend Mitarbeiter und zahlt 300 Euro Finderlohn

Zum fünfjährigen Jubiläum vor wenigen Wochen hat Friseurmeister Bjoern Mentler im Berliner Stadtteil Moabit seinen Salon aufwendig und liebevoll umgebaut und renoviert. Mentler hat sich in den letzten fünf Jahren einen guten Ruf und großen Kundenstamm aufgebaut und hart dafür gearbeitet. Er hat zwei Auszubildendenstellen und drei Vollzeitstellen geschaffen, doch ich kann sie nicht besetzen, denn keiner bewirbt sich.

Vor wenigen Wochen verlor er wieder einen Mitarbeiter, weil dieser sein Glück in einer anderen Branche versuchen wollte. Nun hat Mentler drei offene Vollzeitstellen und es kommen seit über einem Jahr trotz Anzeigenschaltung nicht einmal Bewerbungen. Drei Auszubildende brachen in den letzten eineinhalb Jahren ihre Ausbildung ab, zwei bereits nach wenigen Wochen.

„Wer schneidet uns die Haare, wenn alle Youtube-Stars werden? Ich hätte nie gedacht, dass mein größtes Problem als Saloninhaber die Mitarbeitersuche sein würde. Ich habe einen großen Kundenstamm, einen schönen Salon, zahle übertariflich und doch nun bedroht die Situation mein Geschäft.“ sagt Bjoern Mentler.

 Björn Mentler Friseure FriseurMentler ist Mitglied der Innung und berichtet, dass der Fachkräftemangel im Friseurhandwerk durch die Einführung des Mindestlohnes befeuert wurde. Durch den Mindestlohn arbeiten viele Friseure, die nur nebenbei dazu verdient haben, nun weniger, weil sie mit dem höheren Lohn für weniger Stunden das verdienen, was sie brauchen. Doch es kommt kein Nachwuchs nach, der das auffangen kann. Somit ist der Bedarf nach Friseuren riesig, doch es gibt einfach zu wenige. Hinzu kommt, dass sich keine Auszubildende mehr auf Ausbildungsplätze bewerben oder sofort, wenn es anstrengend wird, abbrechen. Drei Auszubildende brachen in den letzten eineinhalb Jahren ihre Ausbildung ab, zwei bereits nach wenigen Wochen. Der einzige Lichtblick und große Stütze ist die aktuelle Auszubildende Veronique, die Mentler sehr unterstützt.

„Ich bezahle schon übertariflich. Hinzu kommen Prämien und Boni für Erreichung von zusammen gesteckten Zielen. Ich biete regelmäßig Schulungen, Messebesuche und Weiterbildungen an. Der Kühlschrank ist immer von mir gefüllt. Nun zahle ich sogar 300 € Belohnung für eine Vermittlung eines Friseurs.“ berichtet Bjoern Mentler. Er startete vor fünf Jahren und wurde inzwischen im zweiten Jahr in Folge als Paul Mitchell Flagship Store ausgezeichnet.

Mit dem Slogan „Weil schönes Haar kein Zufall ist“ erfüllte sich der Inhaber nach 13 Jahren Berufserfahrung seinen Lebenstraum eines eigenen Salons im Herzen von Moabit. Nach nur 1,5 Jahren erweiterte er den Salon auf über 100 Quadratmeter und schuf mehrere Arbeits- und Ausbildungsplätze.

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