in

IKEA streicht Dezember-Magazin in Russland

In der Dezember-Ausgabe des IKEA Magazins „Family“ erscheint ein Artikel über zwei lesbische Frauen. Das Unternehmen verteilt die Zeitschrift in 25 Ländern, nur in Russland wird sie diesmal nicht ausgeliefert.

Eine Reportage über ein in London lebendes lesbisches Pärchen und ihr gemeinsames Kind rief die Rechtsexperten von IKEA zusammen, um zu prüfen ob dies im Konflikt mit den russischen Gesetzen zur Schwulen- und Lesbenpropaganda stehe. Sie kamen zu der Entscheidung das Family-Magazin in Russland nicht zu veröffentlichen, da die Gesetzgebung in Russland „Einschränkungen vorsieht, was die Förderung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften betrifft“.

Es ist nicht das Erste mal, dass IKEA sich gefolgsam zeigt. Bereits im letzten Jahr wurde das schwedische Unternehmen scharf kritisiert, als es in der saudiarabischen Ausgabe seines Katalogs alle Bilder von Frauen wegretuschierte. Auch ein Bild mit vier Jugendlichen, welche bei einer Werbeaktion bunte Sturmmasken im Stil der russischen Polit-Punkband Pussy Riot aufzogen, wurde mit der Begründung man möchte nicht „als Ort der Agitation jeder Art“ ausgenutzt werden, gelöscht.

Das moderne weltoffene Bild, welches IKEA seit der Gründung prägt, wird so ein weiteres Mal getrübt.

Bild: © Max071086 /CC-BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Written by Maik Friedrich

USA: Kein Trinkgeld für angebliche Lesbe

Regenbogenfamilien

Baden Württemberg: Aktionsplan gegen Diskriminierung Homosexueller