Besucher beim CSD Hamburg
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Hamburger CSD im Genderwahn!

Mehr als 300.000 Teilnehmer und Besucher erwartet der diesjährige Hamburg Pride in der Pride Week vom 28.7. bis 5.8.2018.

Das Motto in diesem Jahr dürfte nicht jedem/ jeder gefallen: „Freie Bahn für Genderwahn!“. Höhepunkt ist die politische Demonstration durch die Hamburger Innenstadt am 4. August. Insgesamt erwartet der Veranstalter Hamburg Pride e.V. mehr als 300.000 Besucher und Besicherinnen.

Schirmperson des CSD 2018 ist Lucie Veith, Vorsitzende des Vereins Intersexuelle Menschen e.V. Dazu erklärt Stefan Mielchen, Erster Vorsitzender von Hamburg Pride e.V.: „Wir nutzen den diffamierenden Kampfbegriff ‚Genderwahn‘, um dessen abwertende Zuschreibung positiv zu wenden.

Das CSD-Motto ist eine bewusst provozierende Einladung zur Debatte: Wir wollen es weder politischen Ideologen noch religiösen Eiferern überlassen, mit pathologisierenden Begriffen die Agenda zu bestimmen und jeglichen Versuch zu unterbinden, über die bestehende Ordnung von Mann und Frau hinauszudenken. Jeder Mensch ist anders. Niemand darf wegen seines Geschlechts diskriminiert werden. Und niemand hat das Recht, über die geschlechtliche Identität eines anderen Menschen zu bestimmen.

Das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Einführung eines dritten Geschlechts hat deutlich gemacht, wieviel Aufklärungsbedarf weiterhin besteht und wie wichtig eine offene und vorurteilsfreie Diskussion hierbei ist. Hierzu möchte der HAMBURG PRIDE 2018 seinen Beitrag leisten.“

Matthias Laiß, Pressesprecher von Hamburg Pride e.V., ergänzt: „Unser Motto für 2018 ist auch eine Antwort auf die häufig gestellte Frage ‚Was wollt ihr denn noch?‘. Damit wird unterstellt, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung sowie die Akzeptanz von Vielfalt seien Luxusprobleme einer ‚schrillen Minderheit‘. Dabei ist die Auseinandersetzung mit Geschlechtlichkeit für die gesamte Gesellschaft bereichernd. Oder, um es mit den Worten von Lucie Veith zu sagen: Jeder Mensch wird mit einem Geschlecht geboren: seinem eigenen.“

Einige der politischen Forderungen des Hamburg Pride in diesem Jahr betreffen die Ergänzung des Artikels 3 des Grundgesetzes um die Merkmale „sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“.

Auch fordern die Veranstalter die zügige und an den Wünschen queerer Menschen orientierte Einführung eines ‚dritten Geschlechts‘ im Personenstandsrecht unter enger Einbeziehung der bestehenden Fachverbände und auf der Basis des entsprechenden Urteils des Bundesverfassungsgerichtes.

Daneben ist auch eine Reform des Transsexuellengesetzes auf der Agenda. Unter enger Einbeziehung der bestehenden Fachverbände sowie umfassende Maßnahmen, um deren Lebensbedingungen zu verbessern. Ein Verbot von geschlechtsangleichenden Eingriffen bei intersexuellen Menschen ohne vorherige ausdrückliche und informierte Zustimmung der betroffenen Personen.

Offizielle CSD-Eröffnung: Pride Night 2018 mit Talk, Musik und Comedy

Die Pride Night ist die offizielle CSD-Eröffnung mit Show und anschließender Party im Klubhaus St. Pauli. Der Abend mixt Comedy, Musik und Talks, moderiert von Billa Christe und Markus Tirok. Ein Höhepunkt des Abends ist in jedem Jahr die mit Spannung erwartete Verleihung des Pride Award.

CSD-Schirmperson Lucie Veith und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank sind unter den Gästen im Schmidtchen auf der Reeperbahn. Das Programm verspricht internationale Acts wie Singer-Songwriter Christopher Haul, Kabarettist Malte Anders („Homologie“ & „Rent a gay“) und Lynx aus Kanada.

Zusätzlich stehen Autorin Stephanie Kuhnen („Lesben raus“) und der Genderexperte Muriel Aichberger als Talkgäste Rede und Antwort.

Anschließend kann im Klubhaus bei der Eröffnungsparty in Kooperation mit Pink Inc. gefeiert werden.
Samstag, 28.7., Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr; Schmidtchen, Spielbudenplatz 21/22 Tickets: 25 Euro zzgl. VVK-Gebühr (inkl. Partyticket) unter: https://ahoi-events.tickets.de
Pride Night Party: Einlass ab 23:00 Uhr. Klubhaus St. Pauli, Spielbudenplatz 21/22. Tickets: VVK 10 Euro, AK 12 Euro. VVK Stellen: Lagerhaus Lange Reihe, Hein & Fiete, Wunderbar, online unter www.pinkinc.de/ticketshop

Pride House

Das Pride House ist wieder der zentrale Veranstaltungsort während der Pride Week. Es bietet Raum für zahlreiche Vorträge, Diskussionen, Lesungen und vieles mehr. Hamburg Pride e.V. stellt der Community das Haus samt Veranstaltungstechnik und dem begleitenden Pride Magazin als Programmheft kostenlos zur Verfügung und wird hierbei in diesem Jahr durch den Bezirk Hamburg-Mitte finanziell unterstützt.

Sonntag, 29. Juli – Donnerstag, 3. August, Pride House (IFZ/Schorsch), Rostocker Straße 7

Mit Sternchen sprechen: Workshop zu geschlechtergerechter Sprache und Kommunikation

Ob Binnen-I oder Gender-Sternchen: Die Diskussion darüber, wie sich sprechen und schreiben lässt, ohne auszugrenzen, wird schnell sehr emotional geführt. Muriel Aichberger ist Kunst-, Medien- und Sozialwissenschaftler und Experte im Bereich geschlechtergerechter Sprache und inklusiver Kommunikation.

Hat Gendern überhaupt einen Sinn – und warum? Wie gestaltet Sprache unser Umfeld, und wie können wir sie klug einsetzen? Nach einer Erläuterung der verschiedenen Möglichkeiten, geschlechtergerechte Sprache zu verwenden, wird in Übungen und an Beispielen der Umgang damit gezeigt.
Sonntag, 29. Juli, 17:00 Uhr, Pride House (IFZ/Schorsch), Rostocker Straße 7

Ein Plädoyer für Sichtbarkeit: Stephanie Kuhnen liest aus ihrem Buch „Lesben raus!“

Mit dem Band „Lesben raus!“ beleuchtet Stephanie Kuhnen mit 28 Autorinnen und Autoren das Thema Sichtbarkeit aus unterschiedlichen Perspektiven und geht der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen und Transgender?

Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden? Stephanie Kuhnen, im Stonewall-Jahr 1969 geboren, lebt in Berlin, arbeitet als Journalistin, Autorin und Projektmanagerin und bezeichnet sich selbst als „im Herzen gendertypisch bibliophil, butchesk und katzoman“. Im Anschluss an ihre Lesung im Pride House besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Sonntag, 29.7., 19:00 Uhr, Pride House (IFZ/Schorsch), Rostocker Straße 7

Pride Talk: Out im Job

Wie selbstverständlich ist es, die sexuelle Orientierung und/oder geschlechtliche Identität am Arbeitsplatz zu thematisieren? Wie erleben LGBT’s ihren Alltag im Job, wie gehen sie mit Ängsten um? Und was tun Unternehmen dafür, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angstfrei arbeiten können? Welchen Nutzen ziehen Unternehmen aus Diversity-Strategien, welche Widerstände gibt es zu überwinden?
Über diese und weitere Fragen spricht Moderator Stefan Mielchen mit Gästen:

Katy Roewer (Vorstand Otto Group und verantwortlich für den Bereich Personal) , Jens Maier (Gruner + Jahr, Leiter des Ressorts Unterhaltung von stern.de) , Simona Maier (Kellermeisterin in einem Weinbaubetrieb, Weinprinzessin 2018 des 
Kraichgaus und Trans*) , Prof. Dr. Dominic Frohn (Diplom-Psychologe, Herausgeber der Studie „Out im Office“ 
und ehrenamtlicher Mitarbeiter der Schulaufklärung bei SchLAU NRW)
Montag, 30. Juli, 19:00 Uhr, Pride House (IFZ/Schorsch), Rostocker Straße 7

PRIDE AHOI: CSD-Schiffsparade auf der Elbe

Es starten mehrere Schiffe der Hamburger Club- und Barszene in die bunte Flussparade. Hamburg Pride e.V. führt den Schiffs-Konvoi an. DJ Sven Enzelmann sorgt an Bord mit All-Time-Favourites für ausreichend Partystimmung. Daneben cruisen weitere Szeneclubs und -Bars bei PRIDE AHOI durch den Hafen. Der maritime Pride-Konvoi fährt an den Landungsbrücken vorbei Richtung Blankenese dem Sonnenuntergang entgegen.
Mittwoch, 1. August, Boarding 19:00 Uhr, Abfahrt 20:00 Uhr, Ende ca. 22:30 Uhr. Abfahrt: Anleger Sandtorhöft (zwischen Kehrwiederspitze und Elbphilharmonie), Nähe U- Bahn-Station Baumwall

Electro Pride

Die traditionelle Party am Vorabend der Parade geht in die nächste Runde: Feinste elektronische Klänge von Solee (Parque Recordings | Stuttgart), und Stefan Biniak Music (Dusted Decks | Berlin) bringen das Publikum ebenso die ganze Nacht zum Tanzen wie die Sounds von Julez Cordoba (Baalsaal | Hamburg) und Christoph Kipping (Stille Wasser | Hamburg). Ein Genuss für Beine, Ohren und Herz!

Fr., 03.08., ab 24 Uhr; Uebel & Gefährlich, Ballsaal, Feldstraße 66
Tickets: in Kürze für 10 € (zzgl. VVK-Gebühr) unter https://ahoi-events.tickets.de sowie an der Abendkasse für 12 €.

CSD-Straßenfest rund um die Binnenalster

Rund um die Binnenalster entsteht vom 3. bis 5. August wieder die schönste Regenbogen- Kulisse der Republik: Das CSD-Straßenfest an Jungfernstieg und Ballindamm bietet Info-, Verkaufs- und Gastrostände, Partyzonen und die CSD-Bühne mit einem umfangreichen Programm. Die Musikinseln der Hamburger Clubs und Partys sind wieder über das gesamte Areal verteilt. Etwas ruhiger geht es in der Community-Area zu, in der sich Gruppen, Initiativen und Vereine der queeren Hamburger Szene präsentieren.

Auf der Bühne geben sich einige Highlights die Klinke in die Hand: Eurovision-Gewinnerin Conchita-Wurst, die Berliner Rapperin und Feministin Sookee, der World-Pride-erprobte Sänger Norwood, der Mannheimer RnB-Künstler IZE, sowie die feministische Pop-Band Betty.

Am Freitag um 20.30 Uhr sowie am Samstag um 17:00 Uhr finden außerdem politische Beiträge, sowie
Freitag, 3.8. bis Sonntag, 5.8., Jungfernstieg und Ballindamm. Freitag ab 15:00 Uhr, Samstag und Sonntag ab 11:00 Uhr; Ende jeweils um 24:00 Uhr

Die Parade

Die 38. CSD-Demonstration zieht am 4. August unter dem Motto „Freie Bahn für Genderwahn!“ durch die Hamburger Innenstadt. Im 38. Jahr des Hamburger CSD werden wieder über 180.000 Menschen erwartet, davon allein bis zu 20.000 Teilnehmer*innen in der Demo selbst. Die CSD-Demonstration steht unter der Schirmherrschaft von Lucie Veith, Gründerin des Vereins Intersexuelle Menschen e.V., an der Spitze dabei sein wird unter anderem Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank.
Samstag, 4. August; Start: 12:00 Uhr, Lange Reihe, Ecke Schmilinskystraße
Route: Lange Reihe, via Mönckebergstraße, Lombardsbrücke zum Neuen Jungfernstieg. KUNDGEBUNG: 14.15 Uhr auf der Mönckebergstraße sowie nach der Parade um 17:00 Uhr auf der Straßenfest-Bühne.

Pride Dance – Die große CSD-Abschlussparty

Der Pride Dance im Edelfettwerk ist der krönende Partyhöhepunkt des Hamburg Pride! Dafür sorgt nicht nur ein DJ-Line-up auf drei Floors, sondern natürlich auch die Location selbst, die vom Straßenfest am Jungfernstieg nur ein paar S-Bahn-Stationen entfernt ist (HVV-Ticket im Preis enthalten). Auf dem Main Floor (Pop/Mash-Up) treten Prince Damien, Charlet Crackhouse und DJ Frau Hoppe auf, im Labor (Techno) spielen Ben Manson & Betty Ford feinste Tunes. In der Orange Lounge (80er | 90er | Schlager) Rico Remix und Denny D. Darüber hinaus bietet der Pride Dance bietet euch Beachclub, Dachterrasse & Food Trucks.

Sa., 4.8., ab 23:00 Uhr; Edelfettwerk, Schnackenburgallee 202, S-Bahn-Station Eidelstedt Tickets: im Vorverkauf: 12 €

Bild: Martin Stiewe.

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