Vier Wochen, bevor die russische Staatsduma über ein „Gesetz gegen homosexuelle Propaganda“ entscheidet, wächst der Druck auf die Homoszene des riesigen Landes.
Allen voran Jelena Misulina
Die Duma-Abgeordnete Jelena Misulina ist die größte Unterstützerin eines solchen Gesetzes ist. Sie betonte heute Morgen im russischen Staatsfernsehen, die „homosexuelle Propaganda“ würde immer mehr zunehmen, was dazu führe, dass „die Gesundheit von Kindern sowie deren moralische und geistige Entwicklung beeinträchtigt“ würden.
Misulina, die auch Vorsitzende des Familienausschusses im russischen Parlament ist, setzte darüber hinaus sexuellen Mißbrauch mit Homosexualität gleich.
Insofern müsse das Gesetz dringend in Kraft gesetzt werden. Das sieht Dmitrij Medwedew, der russische Ministerpräsident, nicht ganz so: „Bei Weitem nicht alle Fragen der Moral, bei Weitem nicht alle verhaltensmäßigen Angewohnheiten, bei Weitem nicht alle Fragen der zwischenmenschlichen Kommunikation muss man in Gesetze gießen. Weil nicht alle Beziehungen zwischen den Menschen durch Gesetze geregelt werden können.“
Das Gesetz soll am 24. Mai verabschiedet werden.