© Stephan Röhl, Gerd Liesegang (Vizepräsident Berliner Fußballverband)
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Gerd Liesegang erhält Respektpreis vom Bündnis gegen Homophobie

Der Berliner Fußball-Verbands-Vizepräsident Gerd Liesegang ist der Gewinner des Respektpreises 2016. Die Auszeichnung des Bündnisses gegen Homophobie, die seit 2010 jedes Jahr verliehen wird, nahm Liesegang heute von Staatssekretärin Barbara Loth im Mercure Hotel MOA in Berlin entgegen.

Gerd Liesegang engagiert sich seit über 18 Jahren für Gleichbehandlung und gegen Gewalt. Ihm ist es zu verdanken, dass sich der BFV aktiv gegen Homophobie engagiert und dieses Engagement unter anderem durch Hissen der Regenbogenflagge nach außen sichtbar macht. Der BFV ist der erste Fußball-Landesverband, der sich an einer CSD-Demonstration beteiligt hat. Mit Aktionen wie „Sprachfoul“ oder „Rote Karte für Homophobie“ und zahlreichen weiteren sozialen Projekten und Anti-Gewalt-Kampagnen setzt Liesegang klare Zeichen für Inklusion und Toleranz und zeigt, wie man in führender Position gesellschaftliche Verantwortung übernehmen kann.

Neben Gerd Liesegang waren der der Dünja Mädchen Kulturtreff, Quarteera e.V. sowie das Projekt „Berliner Schulgruppen auf dem CSD“ nominiert. Unterstützt wurde die Preisverleihung von den beiden Bündnismitgliedern Mercure Hotel MOA Berlin und den Berliner Verkehrsbetrieben.

Im Rahmen der Preisverleihung stellte der Landespräventionsbeauftragte der Polizei Berlin, Kriminaldirektor Wolfram Pemp, die aktuelle Kriminalitätsstatistik homophober und transphober Übergriffe im Jahr 2016 vor. Die Anzahl der bei der Polizei bekannt gewordenen Fälle bewegt sich auf demselben Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Für Januar bis Oktober 2016 wurden 113 Vorfälle statistisch erfasst. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 107 Straftaten. Die Tatorte waren vorwiegend in Mitte, Kreuzberg und Schöneberg.

Das Bündnis gegen Homophobie ist die Allianz der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft für die gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen. Um aktiv gegen Homophobie einzutreten setzt der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen – Landesantidiskriminierungsstelle (LADS), das von ihm initiierte Bündnis gegen Homophobie im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ um.

Bild: Stephan Röhl.

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