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Diese queeren Superhelden sollte man kennen

brave doctor in flying superhero cape with fist stretched
Photo by Klaus Nielsen on Pexels.com

Comicverfilmungen werden heutzutage als gigantische Blockbuster gefeiert und sind deshalb stark auf den Mainstream ausgerichtet. An polarisierende Themen trauen sich viele der Filmemacher deshalb nicht heran. Das ist schade, denn in den Comicuniversen lassen sich zahlreiche Figuren finden, die vielschichtige Persönlichkeiten mitbringen und in ihrer Identität und Sexualität eine Vielfalt präsentieren.

Während LGBTQ+-Charaktere in vielen Comicbüchern zelebriert werden, scheuen die Hollywood-Produktionen leider immer wieder vor dem Thema zurück. Bisher durfte man sich deshalb nur über wenige Szenen in Marvel- und DC-Filmen freuen, die queere Superhelden auf der Leinwand zeigen. Aber das soll sich laut Marvel bald ändern. Wir stellen im Zuge dessen einige der coolsten, queeren Superhelden vor!

1. Harley Quinn

Die Antiheldin Harley Quinn zählt als eine der beliebtesten Figuren aus dem DC-Universum. Ursprünglich arbeitete sie unter dem Namen Dr. Harleen Frances Quinzel im Arkham Asylum, verliebte sich dort jedoch in den Joker und ließ sich von ihm korrumpieren.

Ihr Name ist eine Anspielung an den mittelalterlichen Harlekin, einer Bühnenfigur, die für Schabernack berüchtigt war. Heute ist der Harlekin vor allem in Form eines Jokers (z. B. auf Spielkarten) bekannt. Oftmals finden wir die Theaterfigur außerdem bei Spielautomaten, die sich den klassischen Glückssymbolen bedienen.

Da der Joker für alle anderen Symbole stellvertretend eingesetzt werden kann, ist er ein besonders gern gesehener Gast im Spiel. Während in Slots wie Epic Joker auf eine klassische Darstellung gesetzt wird, hat der Slot Wild Harlequin eine offensichtliche Verbindung mit dem Comic, denn hier wird das Wild-Symbol von der Antiheldin verkörpert.

Beide Spiele werden im Locowin Casino angeboten, das laut Test von casinos.de zu den besten Anbietern im deutschsprachigen Raum zählt. Erscheint die Spielfigur auf dem Bildschirm, schickt sie sogar einen Kuss an den Spieler.

Eigentlich ist Harley Quinn für ihre unsterbliche Liebe zum Joker bekannt, der sie im Gegenzug nicht besonders gut behandelt. Allerdings hat sie sich in einer neueren Zeichentrickserie ihm getrennt und eine Beziehung mit Poison Ivy begonnen. Was lange Zeit nur als subtile Anspielungen galt, ist nun auch offiziell bestätigt. Harley Quinn und ihre ehemals beste Freundin Poison Ivy sind ein waschechtes Liebespaar.

2. Loki

In den Marvel-Filmen rund um Thor wurde die Sexualität seines Bruders Loki bisher kaum thematisiert. Stattdessen schien Loki kaum Zeit oder emotionale Kapazitäten für zwischenmenschliche Beziehungen zu besitzen.

Anders sieht das jedoch in den originalen Comics aus. Hier findet sich ein interessantes Zitat des Fieslings, das einige queere Leser besonders gefreut hat. In einem der Young-Avengers-Comics aus 2014 erklärte Loki nämlich, dass er das Konzept von sexueller Identität nicht mit den Menschen teilt. Stattdessen gäbe es für ihn einfach nur sexuelle Handlungen, die nicht weiter kategorisiert werden müssen.

Dieses Zitat wurde von vielen als sein Coming-Out als genderfluide, nicht-binäre Figur gewertet. In der Serie Loki erweckt eine Frau bei ihm Gefühle, die sich allerdings als eine weibliche Version von ihm selbst herausstellt. Manche könnten das als Beweis für seinen Narzismus deuten, andere sehen darin eine weitere Bestätigung dafür, dass Loki sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt.

Weiter verdeutlicht wird dies in einer Ansprache von Göttervater Odin, der Loki nicht als Sohn betitelt, sondern als „Kind, das beides ist“, wie moviepilot.de in einem Artikel berichtet.

3. Jon Kent

Erst kürzlich sorgte eine neue Entwicklung im DC-Universum für Aufregung. Am National Coming Out Day 2021, den wir bereits in unserem Artikel über das queere Leben in Deutschland auf queerpride.de besprochen haben, hat DC eine spannende Verlautbarung gemacht.

Am 11. Oktober machte der Verlag ein öffentliches Statement dazu, dass Jon Kent, Sohn von Superman Clark Kent, bisexuell sei. Und nicht nur das: Im neuen Comic Superman: Son of Kal-El #5, der seit November 2021 erhältlich ist, darf der Held auch seine erste Romanze mit einem Mann erleben.

Dabei macht er seinem Vater vieles nach, denn Jon Kent verliebt sich ebenfalls in einen Reporter. Die Storyline mit Jay Nakamura wird dabei nicht nur angedeutet, wie es bei vielen Darstellungen queerer Beziehungen der Fall ist, sondern es werden auch romantische Kussszenen gezeigt. Nun hoffen viele darauf, dass es auch eine Verfilmung von der Geschichte geben wird.

Die Comic-Universen von Marvel und DC enthalten einige spannende LGBTQ+-Charaktere, die in den Büchern ihre eigene Identität ausleben dürfen. Zwar könnten es unserer Meinung noch deutlich mehr sein, gleichzeitig geht der Trend in die richtige Richtung. Anders ist das jedoch bisher bei den Blockbustern, die jedes Jahr zahlreiche Fans in die Kinos holen. Hier ist man bisher noch sehr vorsichtig und verzichtet leider großteils auf queere Romantik. 

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