Der Christopher Street Day (CSD) 2026 in Berlin endete am Samstagabend abrupt. Nach zwei Zwischenfällen ordnete die Polizei die vorzeitige Beendigung der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor an.
Erstes Ereignis: Schüsse von Balkon
Bereits am Nachmittag kam es an der Courbièrestraße zu einem Zwischenfall. Teilnehmer des CSD und zwei Polizisten wurden aus einer Wohnung mit einer Softairwaffe beschossen. Vier Teilnehmer wurden verletzt, wollten aber keine medizinische Behandlung.
Zweites Ereignis: Auto fährt in Menschenmenge
Den schwerwiegenderen Vorfall ereignete sich gegen 22.15 Uhr. Im südlichen Bereich des Tiergartens fuhr ein Autofahrer mit seinem Wagen in eine Menschenmenge. Nach aktuellen Angaben der Berliner Polizei gab es mehrere Verletzte. Eine Person ist vor Ort verstorben und 14 weitere Personen sind zum Teil schwer verletzt.
Der Vorfall hat sich in der Lennestrasse ereignet. Es wurde berichtet, ein weisser Lieferwagen sei in eine Menschenmenge gefahren und der Fahrer sei auf der Flucht.
Evakuierung und Veranstaltungsabbruch
Nach dem Zwischenfall wurde die Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor abgebrochen. Der CSD-Vorstand teilte mit: „Leider müssen wir die Veranstaltung aufgrund einer schwierigen Situation vorzeitig beenden.“
Die Besucherinnen und Besucher wurden aufgefordert, den Bereich in Richtung Brandenburger Tor zu verlassen und die Bereiche Tiergarten, Siegessäule und Potsdamer Platz zu meiden.
Kontext
Bis dahin hatten Hunderttausende Menschen friedlich beim CSD-Wochenende in Berlin gefeiert und für queere Rechte demonstriert. Der CSD sollte mit einem Auftritt der Sängerin Sarah Connor und anderen Künstlern zu Ende gehen.
Die Polizei Berlin sperrte nach dem Vorfall den Tiergarten ab und forderte die Öffentlichkeit auf, den Bereich zu meiden.
Wir aktualisieren den Beitrag laufend bei neuen Erkenntnissen.
Bild: © Andre Wokittel.