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CSD Amsterdam: Der niederländische Fußballbund mit prominenter Besetzung und eigenem „Fußballboot“

In der Woche vom 29. Juli zum 4. August hält die Gay Pride Week Einzug in Amsterdam, die am Samstag, den 3. August, mit der 18. Canal Parade gekrönt wird. Diesmal kündigt sich zuvor ungeahnter Besuch an: Der niederländische Fußballbund (KNVB) teilte mit, dass er ein eigenes „Fußballboot“ auf der Parade stellen wird.

Die Premiere des Fußballbundes soll natürlich nicht ohne Prominenz von statten gehen, mit an Bord befinden sich der neue Nationaltrainer und Ex-Bayern Coach Louis van Gaal und KNVB-Chef Michael van Praag, so ein offizieller Pressebericht des Fußballverbandes.

Seit 1996 ist Amsterdam jährlich am ersten Augustwochenende Austragungsort der Canal Parade, dem niederländischen CSD, der über die Prinsengracht und Amstel führt. Vor fünf Jahren wurde die Amsterdam Gay Pride zur besten Gay Pride Europas ausgezeichnet. Rund 80 Boote und 250 000 Zuschauer werden zu dem Spektakel erwartet. Die Parade ist bei weitem nicht die größte Gay Pride, dafür aber die außergewöhnlichste und größte „schwimmende“ Parade in ganz Europa. Für das Boot des Team Oranje sollen sich bereits bekannte Spieler angekündigt haben, Namen werden derzeit noch nicht genannt. Die genaue Liste wird kurz vor der Veranstaltung erwartet. Die Teilnahme und das deutliche Zeichen des KNVB begrüßt besonders die Veranstalterin des niederländischen CSD: „Das ist ein Meilenstein.“

Werden sich etwa auch die „deutschen Niederländer“ Robben, Elia und Co. blicken lassen?

„Ein Boot voller Trainer und Spieler sehen wir als Inspiration für den Fußball und den Amsterdamer Gay Pride“, verkündete die Organisatorin. Ob die in Deutschland spielenden Niederländer mit von der Partie sind, bleibt ebenfalls noch offen. Schließlich befinden sich die Bundesligaclubs mitten in der Vorbereitung. Das Signal, das der KNVB mit der CSD-Teilnahme sendet, kommt nicht von ungefähr. Bereits vergangenes Jahr startete der Fußballverband eine international beachtete Kampagne, mit der er homosexuelle Amateur- und Profispieler aufforderte, ihre sexuelle Orientierung nicht länger geheim zu halten – für diese Initiative gab es die UEFA-Auszeichnung 2012.

Bild: © flickr.com/Amber de Bruin

Written by Marvin Tuchner

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