© Usien /CC0 Public Domain (via Wikimedia Commons)
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Besucherrekord beim Münchner CSD

Am vergangenen Wochenende lockte der 36. Münchner CSD mehr als 105.000 Menschen in die Innenstadt. Damit stellte die Politparade in diesem Jahr einen neuer Besucherrekord auf und München präsentierte sich als offene und bunte Stadt.

Das tolle Wetter und der strahlende Sonnenschein zogen so viele Besucher wie nie zum Christopher Street Day in München. Mit 76 Gruppen und ca. 10.000 Teilnehmern war dies auf die bislang größte Politparade der Stadt. Ganz vorn dabei waren auch in diesem Jahr Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl, Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bürgermeister Josef Schmidt. Das Motto: „Familie ist, was wir draus machen“ fand breiten Anklang und die aktuelle Diskussion um die Ehe für Alle zeigt auch deutlich, dass wir gerade in diesem Bereich noch nicht am Ziel sind und inzwischen immer weiter hinter andere Länder zurückfallen.

München möchte die Gleichwertigkeit von Familienkonzepten, wie bereits von Oberbürgermeister Reiter 2014 angekündigt, auch städtisch unterstützen. Dazu soll nun eine Regenbogenfamilienfachstelle entstehen. Ein Konzept dazu wurde bereits von den Vereinen LeTra und LesMamas vorgelegt. Zudem existiert dazu auch eine Beschlussvorlage und nach den Sommerferien soll dann darüber abgestimmt werden.

Nach der Politparade begann am Marienplatz ein buntes Bühnenprogramm: Auf der Hauptbühne traten am Samstag und Sonntag Künstler wie Daniel Schuhmacher, Fady Maalouf und Ryan Dolan auf. In einem tollen Finale performten Daniel Schuhmacher, Ela Querfeld,
Keye Katcher und Holger Edmaier eine Live-Version des neuen Benefiz-Songs „77 (LOVE IS LOVE)“ des Projekts „100% Mensch“. Auf der Showbühne kamen unter dem Motto „Familie macht Politik. Politik macht Familie“ aber auch verschiedenste Szene-Organisationen und
-Gruppierungen zu Wort.

Das CSD-RathausClubbing entführte bereits zum 13. Mal farbenfroh und friedlich bis in die frühen Morgenstunden in das ehrwürdige Münchner Rathaus: ein grandioses Symbol der Öffnung der bayerischen Landeshauptstadt. Die LGBT-Community würdigt es Jahr für Jahr begeistert, denn es ist auch ein weltweit einzigartige queeres Party-Event und stets bereits im Vorfeld ausverkauft. Während der 9-tägigen CSD-PrideWeek (4.-12. Juli) konnten sich Interessierte in etwa 40 gut besuchten Veranstaltungen in Workshops, Lesungen, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen über die aktuellen Themen der Community informieren oder auf diversen Partys und in diversen Clubs in den Christopher Street Day hinein feiern.

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