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Berlin plant Fachstelle für geflüchtete LGBT’s

Die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen hat ein Interessenbekundungsverfahren zur Förderung einer Fachstelle für erwachsene geflüchtete Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) eröffnet.

Handlungsschwerpunkte dieser Fachstelle sind alle Aspekte, die die besondere Schutzbedürftigkeit von LSBTI Geflüchteten betreffen können, wie zum Beispiel der Umfang des Schutzbedarfs, die angemessene medizinische Versorgung oder die Versorgung wegen erlittener Traumatisierung. Die Fachstelle soll zudem psychosoziale und sozialrechtliche Beratung leisten und die Vermittlung der Hilfesuchenden in das Berliner Versorgungssystem koordinieren und sicherstellen.

Berlin hat als erstes Bundesland die besondere Schutzbedürftigkeit von Personen anerkannt, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verfolgt sind und in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht aus diesen Gründen bedrohliche und traumatische Situationen erlebt haben. Auch nach ihrer Ankunft in Berlin sind sie nicht selten weiterhin von Diskriminierung und Gewalt bedroht.

In Berlin wurde deshalb eine entsprechende Beratungsinfrastruktur mit Landesmitteln aufgebaut. Neben niedrigschwelligen Erstanlaufstellen, die psychosoziale Beratung und Begleitung anbieten, können LSBTI Geflüchtete auch spezifische Antigewalt- und Antidiskriminierungsberatungen sowie Asyl- und Verfahrensberatung in Anspruch nehmen. Auch eine geschützte Unterbringungseinrichtung wurde Anfang des Jahres eröffnet.

Träger mit den erforderlichen Kompetenzen, vor allem im Bereich LSBTI, haben bis zum 01.08.2016 die Möglichkeit, sich für die Förderung zu bewerben. Ausschreibung und Bewerbungsformular unter: www.berlin.de/lb/ads/

Written by Stefan Ziegler

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